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2015 endet als Rekordjahr für Merck

09.03.2016 Merck hat das Jahr 2015 mit Rekordzahlen abgeschlossen: Umsatz und Ebitda vor Sondereinflüssen liegen mit 12,8 beziehungsweise 3,6 Mrd. Euro so hoch wie noch nie in der beinahe 350-jährigen Geschichte von Merck.

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2015 endet als Rekordjahr für Merck

Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Merck, kann entspannt auf das Jahr 2015 zurückblicken (Bild: Merck)

„2015 war nicht nur ein ereignisreiches Jahr für Merck, sondern vor allem ein erfolgreiches. Wir sind erneut profitabel gewachsen. Mit der Akquisition von Sigma-Aldrich haben wir den Portfolio-Umbau der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen. In der Immunonkologie haben wir sechs zulassungsrelevante Studien gestartet. Forschungsfortschritte und richtungsweisende Investitionen in allen Unternehmensbereichen bilden das Fundament für zukünftige Erfolge. Und unser neuer Markenauftritt zeigt, was Merck ausmacht – denn er ist bunt und voller Energie“, erklärt Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns wuchsen in 2015 um 13,0 % auf 12,8 Mrd. Euro (2014: 11,4 Mrd. Euro). Dabei wirkten sich die Akquisitionen von AZ Electronic Materials (AZ) und Sigma-Aldrich mit 4,3 % auf das Umsatzwachstum aus. Auch organisch erzielte Merck 2,6 % mehr Umsatz als im Vorjahr. Günstige Währungseffekte, vor allem bedingt durch die Stärke des US-Dollar, trugen mit 6,2 % zum Umsatzwachstum bei.

Das operative Ergebnis (Ebit) stieg um 4,6 % auf 1,8 Mrd. Euro (2014:
1,8 Mrd. Euro). Das Ebitda vor Sondereinflüssen, die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, wuchs um 7,1 % auf 3,6 Mrd. Euro und lag, getragen von den Unternehmensbereichen Life Science und Performance Materials, deutlich über dem Vorjahr (2014: 3,4 Mrd. Euro).

Healthcare mit robustem Geschäft
Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Healthcare stiegen 2015 um 4,7 % auf 6,9 Mrd. Euro (2014: 6,6 Mrd. Euro). Neben organischem Wachstum von 1,6 % trugen hierzu auch Währungseffekte in Höhe von 3,1 % bei. Vor allem das Geschäft in der Region Asien-Pazifik wuchs organisch kräftig. Das Ebitda vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Healthcare blieb mit 2,0 Mrd. Euro im Jahr 2015 stabil (2014: 2,0 Mrd. Euro). Dabei kamen vor allem zur Vorjahresmitte weggefallene Lizenzerlöse sowie Aufwendungen für Marketing und Vertrieb zum Tragen, die aufgrund der anhaltenden Investitionen in Wachstumsmärkte sowie wechselkursbedingt deutlich über dem Niveau von 2014 lagen.

Life Science wirdzum Wachstumsmotor
Der Unternehmensbereich Life Science verzeichnete 2015 bei steigender Profitabilität einen Umsatzsprung um 25,1 % auf 3,4 Mrd. Euro (2014: 2,7 Mrd. Euro). Neben kräftigem organischem Wachstum von 6,5 % und günstigen Währungseffekten in Höhe von 8,4 % trugen hierzu vor allem akquisitionsbedingte Steigerungen von 10,2 % bei, die aus dem Zukauf von Sigma-Aldrich resultieren. Der Unternehmensbereich erzielte 2015 ein mit 30 % signifikant höheres Ebitda vor Sondereinflüssen von 856 Mio. Euro (2014: 659 Mio. Euro), das von der guten operativen Entwicklung in allen Geschäften sowie dem Beitrag von Sigma-Aldrich getrieben wurde.

Performance Materials profitiert von AZ-Übernahme
Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials wuchsen 2015 um 24,1 % auf 2,6 Mrd. Euro (2014: 2,1 Mrd. Euro). Neben einem signifikant positiven Währungseffektvon 13,1 % trugen die Erlöse akquirierter Geschäfte mit 10,4 % erheblich zu diesem Umsatzwachstum bei. Der überwiegende Teil dieser akquisitionsbedingten Umsatzeffekte ist auf die Integration der 2014 übernommenen AZ zurückzuführen. Auch die Erstkonsolidierung des SAFC-Hitech-Geschäfts von Sigma-Aldrich in Performance Materials Mitte November trug mit rund 10 Mio. Euro dazu bei. Organisch bewegten sich die Umsatzerlöse mit einem Wachstum von 0,6 % auf Vorjahresniveau. Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Performance Materials stieg, getrieben von Währungseffekten, der Integration von AZ sowie der guten Volumenentwicklung, stark um 26,5 % auf 1,1 Mrd. Euro (2014: 0,9 Mrd. Euro).

Ausblick 2016: Leichtes organisches Umsatzwachstum
Für 2016 rechnet das Unternehmen mit einem leichten organischen Umsatzwachstum und geht infolge der Akquisition von Sigma-Aldrich beim Umsatz zudem von einem positiven Portfolioeffekt im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Aufgrund der erwarteten operativen Entwicklung und dem Zukauf von Sigma-Aldrich rechnet der Pharmakonzern im Jahr 2016 mit einem Anstieg des Ebitda vor Sondereinflüssen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.

Hier finden Sie den den vollständigen Geschäftsbericht 2015.

 

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