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ABB ernennt Ulrich Spiesshofer zum neuen CEO des Konzerns

25.06.2013 Der Verwaltungsrat von ABB in Zürich hat Ulrich Spiesshofer, derzeit Konzernleitungsmitglied für die Division Industrieautomation und Antriebe, einstimmig zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt diese Aufgabe am 15. September 2013 vom derzeitigen CEO von Joe Hogan.

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Ulrich Spiesshofer, derzeit Konzernleitungsmitglied für die Division Industrieautomation und Antriebe, übernimmt am 15. September 2013 die Position als CEO des Konzerns (Bild: ABB)

Spiess wird die Nachfolge im Rahmen eines geordneten Übergabeprozesses antreten. Hogan wird zudem für einige Monate als Berater des Verwaltungsrats bei ABB verbleiben. Die Nachfolge von Spiesshofer in der Leitung der Division wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Spiesshofer ist seit 2005 Mitglied der ABB Konzernleitung und wurde im Jahr 2009 zum Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe berufen. Unter seiner Führung hat sich der Umsatz der Sparte durch organisches Wachstum und Akquisitionen verdoppelt. Er hat die Integration des US-amerikanischen Unternehmen Baldor – die größte Akquisition der ABB Firmengeschichte – erfolgreich geleitet. Spiesshofer konnte zudem die Ertragsmarge der Division durch eine Neuausrichtung des Robotik-Geschäfts sowie mit einem profitablen Wachstum im Geschäft mit Antrieben und Elektromotoren signifikant erhöhen.

Hubertus von Grünberg, Verwaltungsratspräsident von ABB, sagte: „ABB verfügt heute über ein exzellentes Führungsteam. Es freut mich besonders, dass wir daher einen CEO aus den eigenen Reihen ernennen können. Ulrich Spiesshofer hat sich hervorragend bewährt und kennt unsere gesamten Geschäftsfelder sehr gut. Er hatte einen wesentlichen Einfluss bei der Formulierung und erfolgreichen Implementierung der ABB Strategie. Die von ihm geführte Integration von Baldor ist ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung einer großen Akquisition.“

Spiesshofer initiierte in seiner Division eine fokussierte Expansion, die dabei half, stärker als der Markt zu wachsen, neue Geschäftsfelder wie Elektromobilität oder die unterbrechungsfreie Stromversorgung zu erschließen und das Geschäft geographisch noch besser auszubalancieren. Die angekündigte Übernahme von Power-One würde ABB zudem als einen führenden Anbieter von Solar-Wechselrichtern etablieren.

Vor der Leitung der Division Industrieautomation und Antriebe war Spiesshofer für die Unternehmensentwicklung bei ABB verantwortlich. In dieser Funktion leitete er die Entwicklung und Implementierung der Unternehmensstrategie für die Energietechnik- und Automationsaktivitäten in enger Zusammenarbeit mit Teams in der gesamten ABB Organisation. Diese Aufgabe umfasste zudem die Formulierung der heutigen Akquisitionsstrategie und die Einrichtung eines Venture Funds für aussichtsreiche Technologieunternehmen. Spiesshofer war zudem verantwortlich für die Optimierung der Betriebsabläufe und das Supply Chain Management. Damit legte er die Grundlagen für das Kostensparprogramm, das unter seiner Führung während der Wirtschaftsrezession der letzten Jahre umgesetzt wurde.

Vor seinem Eintritt in die ABB war Spiesshofer 3 Jahre bei Roland Berger und 11 Jahre bei A.T. Kearney in der Unternehmensberatung tätig. Dort hat er Beratungsteams für das Industriegeschäft aufgebaut. Spiesshofer hat an der Universität Stuttgart studiert und einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre und Ingenieurswissenschaften sowie eine Promotion als Doktor der Wirtschaftswissenschaften.

Über ABB
Die Unternehmensgruppe ist ein führender Hersteller von Energie- und Automationstechnik. Die Unternehmen der ABB-Gruppe sind in rund 100 Ländern tätig und beschäftigen etwa 145.000 Mitarbeiter.

(dw)

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