Übernahme

Actelion-Übernahme: Sanofi denkt nach, Novartis will nicht

06.12.2016 Nachdem das Schweizer Biotechnologie-Unternehmen ein Angebot des US-Konzerns Johnson & Johnson vorerst ausgeschlagen hat, werden nun andere Interessenten wach: Sanofi aus Frankreich prüft Agenturberichten zufolge ein Gegenangebot.

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Die Schweizer Biotechnologiefirma Actelion hat 2015 trotz der Aufwertung des Schweizer Frankens einen Rekordumsatz von mehr als 2 Mrd. CHF erwirtschaftet (Bild: Actelion)

Actelion weckt Interesse: Nach Johnson & Johnson denkt nun auch Sanofi über ein Angebot nach. (Bild: Actelion)

Sanofi würde sich damit in Konkurrenz zu Johnson & Johnson begeben, schreibt Reuters. Analysten hatten bereits erwartet, dass ein Scheitern der Gespräche zwischen Actelion und Johnson & Johnson andere Pharmakonzerne auf den Plan rufen wird. Die beiden Unternehmen hatten in der vergangengen Woche bestätigt, Verhandlungen über eine Fusion zu führen. Gesprächsgegenstand war zunächst eine Übernahme der Schweizer durch den US-Konzern für über 20 Mrd. US-Dollar. Das Biotechunternehmen parierte damit, Teile der Pharmasparte von Johnson & Johnson kaufen zu wollen. Das Interesse von Sanofi an Actelion könnte nun zu einem Wettbieten führen. Bis jetzt hat keines der beteiligten Unternehmen zur aktuellen Konstellation Stellung bezogen.

Ein anderer Pharmariese aus der Schweiz hat dagegen kein Interesse, den „weißen Ritter“ zu spielen: Novartis wird sich nicht an einer möglichen Bieterschlacht beteiligen. Actelion ist geschätzte 21 Mrd. US-Dollar wert, solche Summen sind in den Haushaltsplänen für Akquisitionen bei Novartis nicht vorgesehen: „Wir haben immer wieder gesagt, dass wir uns auf ergänzende Akquisitionen im Rahmen von zwei bis fünf Milliarden US-Dollar konzentrieren“, sagte Konzernchef Joe Jimenez der Schweizer Zeitung „Sonntagsblick“.

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