Markt

Akademie Fresenius: Kosmetikbranche im Spannungsfeld von Absatzflaute, EU-Recht und Innovationsdruck

30.09.2009 Auf ihrem 2. Kosmetika-Symposium gab die Akademie Fresenius Tipps zum Umgang mit neuen Herausorderungen, da der Kosmetikmarkt hart umkämpft ist, Umsätze stagnieren und schärfere Sicherheitsbestimmungen aus Brüssel drohen, vielversprechende Produktinnovationen auszubremsen. Der Gesamtmarkt für Körperpflege und Kosmetik entwickelt sich laut Angaben der Akademie Fresenius negativ: Der Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr im 1. Halbjahr

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In der Sparte der dekorativen Kosmetik stieg der Umsatz im 1. Halbjahr (Bild: Westa Zikas – Fotolia.com)

Auf ihrem 2. Kosmetika-Symposium gab die Akademie Fresenius Tipps zum Umgang mit neuen Herausorderungen, da der Kosmetikmarkt hart umkämpft ist, Umsätze stagnieren und schärfere Sicherheitsbestimmungen aus Brüssel drohen, vielversprechende Produktinnovationen auszubremsen.

Der Gesamtmarkt für Körperpflege und Kosmetik entwickelt sich laut Angaben der Akademie Fresenius negativ: Der Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr im 1. Halbjahr um knapp 1 % abgenommen. Einzig in der Sparte der dekorativen Kosmetik stieg der Umsatz.

Faktoren wie die neue EG-Kosmetikverordnung beeinflussen den Kosmetikmarkt. Sie wird die bestehende EG-Kosmetikrichtlinie (76/68/EWG) ersetzen und ihr übergeordnetes Ziel ist das Erhöhen der Sicherheit von Kosmetika. Einige neue beziehungsweise verschärfte Regelungen in den Bereichen Zulassung, Notifizierung, Zusammenarbeit der Behörden und Sicherheitsbewertung kommen zu den Inhalten der bestehenden Richtlinie hinzu, lautet eines der Ergebnisse der Konferenz.

Außerdem, so wurde auf der Tagung festgestellt, ruft der Einsatz von Nanopartikeln bei Kosmetik und Körperpflegemitteln Skepsis hervor. Nach wie vor wird eine Risikodiskussion bezüglich der Toxizität bei der Verwendung der Partikel geführt. Zwar gibt es bislang keine verlässlichen Hinweise auf gesundheitliche Risiken und die Verwendung von Nanomaterialien in kosmetischen Mitteln sei nicht zu beanstanden; trotzdem obliegt dem Hersteller die Verantwortlichkeit dafür, dass die von ihm hergestellten Produkte nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik sicher sind, was insbesondere den Einsatz von neuen, innovativen Stoffen betrifft. Laut Akademie Fresenius erschwert die neue Richtlinie Produktinnovationen, da auch bei nur unzureichender Datenlage Nanomaterial verboten oder nur eingeschränkt zugelassen werden kann.

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