Organisation

Analytik Jena und Hochschule Fresenius bauen gemeinsames Labor

23.09.2016 Die private Hochschule Fresenius und der Messtechnik-Hersteller Analytik Jena wollen beim Aufbau eines Laboratoriums am Hochschulstandort im hessischen Idstein zusammenarbeiten. Neben einem Applikationszentrum für Kunden soll das Labor für Forschung und Lehre dienen.

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Analytik Jena und die Hochschule Fresenius bauen gemeinsam ein Labor für Forschung und Lehre sowie ein Applikationszentrum für Wasser- und Abwasseranalytik auf. (Bild: Fotolia – Kesu)

Die Hochschule Fresenius verfügt am Standort bereits über ein Spektroskopie-Labor und stellt damit die Infrastruktur bereit. Die neue Einrichtung liefert der Messgeräte-Hersteller: Analytik Jena stellt sechs Analyse-Instrumente für den Einsatz in der Wasser-, Umwelt-, Lebensmittel- und Pharmaanalytik mit einem Gesamtwert in Höhe von rund 500.000 Euro zur Verfügung. Die Eröffnung des Applikationszentrums ist zusammen mit einem wissenschaftlichen Vortragsprogramm für Oktober 2016 geplant.

„Wir sind bestrebt, unser Netzwerk, das unsere Kompetenzen und Leistungen für unsere Kunden verknüpft, kontinuierlich auszubauen“, sagt Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena. Das Unternehmen reagiere mit dem Applikationszentrum auf den wachsenden Bedarf nach Beratungs-, Seminar- und Trainingsmöglichkeiten in der Region. Der Hersteller kann Analytik Jena kann dort Kunden etwa aus dem Rheinland, dem Rhein-Main-Gebiet oder Baden-Württemberg die tägliche Laborpraxis an einem zentralen südwestdeutschen Standort demonstrieren.

Neue Dimension der Lehre und Forschung

Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf den Bereich der Aus- und Weiterbildung von Studierenden sowie auf Forschung und Entwicklung. „Lehre und Forschung erreichen mit dieser Kooperation eine neue Dimension“, sagt Prof. Dr. Thomas Knepper, Vizepräsident für den Fachbereich Chemie & Biologie an der Hochschule Fresenius. Neben Studierenden und Berufsfachschülern nutzen auch zwei Forschungsbereiche der Hochschule Fresenius die Geräte, interessant ist das neue Labor auch für weitere Forschungsaufträge. Im Rahmen der Kooperation sprechen Hochschule Fresenius und Analytik Jena aktuell auch über denkbare gemeinsame Forschungsprojekte.

Verwendung finden die neuen Messgeräte vor allem in der Wasser- und Abwasseranalytik. So lässt sich beispielsweise die Metallionenkonzentration oder der Grad organischer Verunreinigungen im Oberflächenwasser feststellen. Aber auch in der Lebensmittelanalytik und in der chemischen Forensik finden sich wichtige und spannende Einsatzmöglichkeiten: Metallionenkonzentrationen können etwa in Gewebe oder Blut nachgewiesen werden. So ließe sich zum Beispiel der Verdacht bestätigen oder entkräften, dass eine Person an einer Arsenvergiftung gestorben ist oder an einer Schwermetallvergiftung leidet, die durch einen hohen Kobalt-, Nickel- oder Bleigehalt im Körper verursacht wurde.

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