Kein Risiko eingehen

Anlagensanierung ohne Stillstandszeiten

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15.02.2010 Viele Anlagenbetreiber scheuen den Schritt, ihre Schaltanlagen zu sanieren, da eine solche Umbaumaßnahme immer auch einen zeitweisen Stillstand der Produktion mit sich bringt. Hinzu kommt, dass bei einer konventionellen Sanierung sämtliche Datenpunkte der E/A-Ebene umverdrahtet werden müssen. Das kostet nicht nur viel Zeit, sondern birgt immer auch das Risiko der Fehlverdrahtung, was eine aufwendige Fehlersuche nach sich zieht.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

Merkmale der vorgestellten Lösung:
  • Betriebssicherheit und Ersatzteilverfügbarkeit der neuenKomponenten;
  • Ausbau- und Erweiterbarkeit der Anlage;
  • geringe Umrüstungskosten;
  • keine Umverdrahtung und keine Neuprogrammierung nötig;
  • keine Nennenswerten Ausfallzeiten und kein Risiko.

Nachdem die Baugruppen der alten Simatic-S5-Steuerung abgekündigt wurden, ist eine Ersatzteilverfügbarkeit hierfür nicht mehr gewährleistet. Für Anlagenbetreiber mit solchen Baugruppen besteht dringender Handlungsbedarf, da bei einem Ausfall einzelner Komponenten oder der SPS-CPU-Einheit der störungsfreie Betrieb nicht mehr sichergestellt ist. Wenn sich dann im Zuge der Umbaumaßnahmen noch ein Fehler eingeschlichen hat, sind bei der oftmals schwierigen Fehlersuche lange und kostspielige Produktionsausfallzeiten vorprogrammiert.

Derartige Probleme treten jetzt bei einer Umrüstung auf das I/O-System nicht mehr auf, denn es gibt eine Adaptionsmöglichkeit, die die Datenpunkte der S5-Steckerleiste aufnimmt. Diese Steckerleiste wird einfach auf den Adapter gesteckt, und die Signale der bestehenden Peripherie (Aktoren und Sensoren) werden auf die neue E/A-Feldebene geleitet. Die Steuerung selbst wird durch das feldbusunabhängige, modular aufgebaute I/O-System ersetzt. Auf diese Weise hat man den weiteren Vorteil, dass Ausbaumaßnahmen in einem Arbeitsgang mit erledigt werden oder bei Bedarf zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt ergänzt werden können.

Für das I/O-System der Serie 750/753 sind je nach Komplexität der Automatisierungsaufgabe verschiedene Leistungsklassen erhältlich. 16-Bit-Controller, 32-Bit-Controller und leistungsstarke Industrie-PCs stehen zur Auswahl. Von der Gebäudeautomation bis in die raue Industrieumgebung – die Komponenten sind auch für Klima, Schock, oder Vibrationsbelastungen ausgelegt.

Bierproduktion kommt nicht ins Stocken
Aktuell wird das Sanierungskonzept für eine Brauerei in Ostwestfalen und eine weitere in Sachsen erarbeitet. Besonders wichtig ist den Betreibern neben der Betriebssicherheit und den geringen Umrüstungskosten, dass nur minimale Ausfallzeiten der Anlagenteile zu erwarten sind. Es gibt nur im Frühjahr und im Herbst kurze Zeitfenster, in denen solche Umbauten erfolgen können, ohne dass dies zu Lieferengpässen beim Bier führt.

Bei der mit dem Solution Provider Arkadon entwickelten neuen adaptiven Migrationslösung können sämtliche erforderlichen Arbeitsschritte vorab erledigt werden, ohne dass die Produktion dadurch beeinträchtigt wird. Vor Ort wird dann einfach die alte SPS durch die vorkonfektionierte neue Steuerung ersetzt, und die Inbetriebnahme kann in der Regel noch am selben Tag erfolgen.

Sollte dann bei der Inbetriebnahme ein Fehler auftreten, so kann die Anlage sofort in den alten Stand rückversetzt werden, und der Fehler kann, während die Produktion ganz normal auf der alten Steuerung weiter läuft, behoben und nach der Fehlerbeseitigung wieder adaptiert werden. Das bestehende SPS-Programm kann mit kleinen Änderungen übernommen werden. Auch an dieser Stelle bietet sich die Möglichkeit, die Performance der Anlage zu erhöhen, Funktionalitäten wie zum Beispiel das Condition Monitoring zu integrieren und Prozesse zu optimieren.

Durch die vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellten Funktionsbausteine für die Programmieroberfläche Codesys (Controller Development System) wird es dem Anwender erleichtert, solche Erweiterungen selbst nachzurüsten.

 

Heftausgabe: Februar 2010
Nils Otterpohl, Market Manager Lebensmittel- und Getränkeindustrie Wago Kontakttechnik

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Nils Otterpohl, Market Manager Lebensmittel- und Getränkeindustrie Wago Kontakttechnik
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