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Arla Foods will 2014 rund 300 Mio. Euro in Molkereien investieren

05.02.2014 Die dänische Molkereigenossenschaft Arla Foods will bis zum Jahr 2017 ihren Export in Wachstumsmärkte außerhalb der EU verdoppeln. Daher wird die Genossenschaft im Jahr 2014 rund 300 Mio. Euro in Modernisierung und Ausbau bestehender Molkereien investieren, davon 30,8 Mio. in Deutschland und 9,6 Mio. Euro in den Niederlanden.

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Arla Foods will 2014 rund 300 Mio. Euro in Molkereien investieren

Die dänische Molkereigenossenschaft Arla Foods will im Jahr 2014 knapp 31 Mio. Euro in Modernisierung und Ausbau seiner deutschen Molkereien investieren (Bild: Arla Foods)

Für Investitionsmaßnahmen in Deutschland und den Niederlanden hat der Aufsichtsrat der Genossenschaft jetzt mehr als 40 Mio. Euro genehmigt. Rund 17 Mio. Euro werden investiert, um die Umweltfreundlichkeit einzelner Molkereien gezielt zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken. „In diesem Jahr schrauben wir die Investitionen für Molkereien, die Exportprodukte herstellen, deutlich in die Höhe. Auf den Wachstumsmärkten außerhalb der EU wächst unser Umsatz rasant. Daher müssen wir sicherstellen, dass wir diesem Anstieg in den kommenden Jahren gewachsen sind. Wir möchten bei Arla auf eine gesunde Weise wachsen und investieren daher zusätzlich 17 Millionen Euro, um unsere Produktion noch nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten“, erklärt Povl Krogsgaard, der für den Investitionsplan zuständige stellvertretende Geschäftsführer der Genossenschaft.

2014 werden sich die Produktionsinvestitionen auf knapp 3 % des erwarteten Umsatzes von etwa 10,5 Mrd. Euro belaufen, was auch als Ziel in der Konzernstrategie 2017 formuliert wurde. Damit will das genossenschaftliche Unternehmen die Rentabilität steigern um langfristig höhere Einnahmen für seine Anteilseigner zu schaffen. Die größte Einzelinvestition im Jahr 2014 beläuft sich auf rund 71 Mio. Euro. Diese fließen in die gerade im Bau befindliche neue Laktose-Anlage bei Danmark Protein in Nørre Vium. Dort sollen hochveredelte Laktose-Produkte auf Basis von Molke hergestellt werden, die unter anderem zur Herstellung von Kindernahrung verwendet und von der Tochtergesellschaft Arla Foods Ingredients in der ganzen Welt vertrieben werden sollen.

Das größte Projekt in Deutschland und den Niederlanden betrifft den Standort Pronsfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Die dortige-Niederlassung erhält 16,9 Mio. Euro, die in erster Linie in die im Bau befindliche Butterei fließen. „Hier entsteht eine hochmoderne Anlage, in der wir noch in diesem Jahr mit der Produktion unseres Mischstreichfettes Kaergarden beginnen werden“, sagt Tim Ørting Jørgensen, der Geschäftsführer von Arla Foods Deutschland. Im Werk Upahl in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschlandstandort für die Produktion von Biomilcherzeugnissen, werden die Kapazitäten für die weiße Linie Zug um Zug erweitert. „Dafür haben wir in 2013 knapp 13 Mio. Euro zur Verfügung“, so Jørgensen weiter.

Modernisiert und ausgebaut wird auch der niederländische Standort in Nijkerk. In der auf Frische-Produkte spezialisierten Molkerei wird die Produktionskapazität für Konsummilch erhöht, dafür sind 9,6 Mio. Euro vorgesehen. Mehr als 1 Mio. Euro fließt in die Käsereien im Allgäu. „Diese Summe geht in erster Linie in den Ausbau unseres Standortes Sonthofen, wo wir Spezialkäse wie Bergbauern herstellen“, sagt Jørgensen.

Weitere Großinvestitionen tätigt Arla mit dem Ausbau der Molkereien Oswestry in Großbritannien (10,2 Mio. Euro), in Holstebro in Dänemark (8,8 Mio. Euro) und im schwedischen Falkenburg (5,6 Mio. Euro). Rund 17 Mio. Euro werden dafür eingesetzt, die Produktion umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten. Weltweit hat die Genossenschaft 67 Molkereien, die alle an einer positiveren CO2-Bilanz arbeiten. „Ziel der Arla-Klimastrategie es ist, unsere gesammelten CO2-Emissionen bis 2020 um 25 Prozent zu senken. Unsere Produktion spielt beim Erreichen dieses Ziels eine wichtige Rolle, daher investieren wir beispielsweise in neue Wärmepumpen und Wasseraufbereitungsanlagen. Damit möchten wir unseren Energieverbrauch und unsere CO2-Emissionen deutlich reduzieren“, erklärte Krogsgaard.

(dw)

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