Erkennen von Verunreinigungen in Lebensmitteln

Auf der richtigen Wellenlänge

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

30.10.2017 In der Praxis stoßen sie alle an ihre Grenzen. Trotzdem kommen Metalldetektoren, Röntgen und konventionelle Bildverarbeitung vielfach als wichtigste Methoden von HACCP zur Feststellung physikalischer Verunreinigungen auf Lebensmittel-Produktionslinien zum Einsatz.

Anzeige

Entscheider-Facts für Betreiber

  • Inspektionen sind ein wichtiger Bestandteil von HACCP-Programmen in der Lebensmittelindustrie. Die hyperspektrale Bildverarbeitung stellt Bildverarbeitungs-Spezialisten ein leistungsfähiges Konzept zur Seite.
  • Die Fähigkeit, Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung organischer Stoffe festzustellen, eröffnet umfangreiche neue Möglichkeiten für die Auffindung von Verunreinigungen in Lebensmitteln.
  • Damit stehen nun Systeme zur Verfügung, die in Echtzeit arbeiten, sodass sie in Hochgeschwindigkeits-Fertigungslinien zum Einsatz kommen können.
jelly-beans-inspection

Mit bloßem Auge sind die Fremdkörper nur schwer zu bestimmen. Vor allem nicht bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten. (Bild: Stemmer Imaging)

Metalldetektoren konzentrieren sich auf das Erkennen metallischer Verunreinigungen, während Röntgenuntersuchungen nur dann effektiv sind, wenn eine ausreichende Differenz zwischen der Dichte der Verunreinigung und der des untersuchten Produktes besteht. Konventionelle Bildverarbeitungssysteme wiederum suchen mit Parametern wie Größe, Form und Farbe nach Verunreinigungen. Die hyperspektrale Bildverarbeitung verbindet jedoch die spektroskopische Analyse mit Bildverarbeitung, sodass es möglich ist, die Bilder entsprechend der chemischen Zusammensetzung der abgebildeten Stoffe farblich zu kennzeichnen. Damit können Betreiber sowohl organische als auch anorganische Verunreinigungen mit ein und demselben System feststellen.

 

Die Technologie in Aktion

Die Möglichkeiten der hyperspektralen Bildverarbeitung lassen sich anhand des abgebildeten Beispiels mit Süßwaren erläutern. Die Geleebohnen, die auf dem Hauptbild zu sehen sind, enthalten einige nichtmetallische Fremdkörper. Diese haben verschiedene Formen und Farben, jedoch eine ähnliche Dichte wie die Süßwaren selbst, sodass sie mit konventionellen Methoden schwer festzustellen sind. Die hyperspektrale Bildverarbeitung macht sie jedoch einwandfrei kenntlich. Die Geleebohnen haben alle die gleiche chemische Zusammensetzung und werden grün abgebildet, während die Verunreinigungen eine andere Zusammensetzung aufweisen und rot erscheinen. Das hyperspektrale Bild übernimmt das System in die Bildverarbeitungssoftware zur Farbsortierung und für die üblichen Messungen.

Heftausgabe: November 2017
Seite:
Anzeige

Über den Autor

Peter Stiefenhöfer, freier Journalist für Stemmer Imaging
Loader-Icon