Schlüsselfertiges Anlagenkonzept für Müsliriegel-Produktionsanlage

Aus einer Hand geriegelt

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25.10.2016 Aus zerbrechlichen und klebrigen Zutaten intakte Müsliriegel zu produzieren, erfordert einiges an Planung. Der Biskuit-Hersteller McVities aus Glasgow suchte zu diesem Zweck einen Lieferanten für eine vollständig automatisierte, zuverlässige und produktschonende Anlage.

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Entscheider-Facts für Planer und Betreiber

  • Der Auftraggeber benötigte ein Anlagenkonzept zur hygienischen und schonenden Verarbeitung von zerbrechlichen und klebrigen Rohstoffen, das sich beliebig skalieren und auf verschiedene Rezepturen anwenden lässt.
  • Projektmanagement, Engineering, Installation und Inbetriebnahme der Anlagenteile inklusive Steuerung lieferte der beauftragte Anlagenbauer aus einer Hand. Vorangehende Versuche im Technikum verkürzten die Planung.
  • Das vollautomatische Anlagenkonzept ist durch einfache Reinigung und schnelle Produktwechsel auf kurze Stillstandszeiten und somit hohe Produktivität ausgelegt.
Aus einer Hand geriegelt

(Bild: Knut Wiarda – Fotolia)

Essentielle Anforderung an eine moderne Produktion ist eine hygienische Verarbeitung der Komponenten. Dies und die erforderliche Anpassung der Rezeptur an die Produktionsaufträge erfordert ein Anlagenkonzept, das flexibel, skalierbar und nach hygienischen Grundsätzen der EHEDG und GMP gestaltet und ausgeführt ist. Gleichzeitig müssen kurze Reinigungszeiten bei Rezepturwechseln sicherstellen, dass die zur Verfügung stehende Produktionskapazität optimal genutzt werden kann. Zugleich stellt eine hohe und wiederholbare Wiegegenauigkeit die Rezepturtreue und den effizienten Einsatz teurer Rohstoffe sicher.

Vom Versuch zum Konzept

Ein Anlagenkonzept, das all diese Anforderungen erfüllt, erhielt der Müsliriegel-Hersteller schließlich vom Schweizer Anlagenbauer Gericke. Die Forderung nach Effizienzsteigerung und Rückverfolgbarkeit mündeten in der Spezifikation eines integrierten und vollautomatisierten Steuerungssystems, welches eine Echtzeitüberwachung der Prozessparameter sowie angemessener Reaktionen auf Abweichungen erlaubt. Ebenso wurde eine automatische Bestellauslösung von Rohstoffen in Abhängigkeit der Vorratsstände und Verbräuche integriert.

Im Rahmen der Spezifikationsphase hatte der Anlagebauer zusammen mit dem Auftraggeber verschiedene Varianten der Prozessgestaltung erörtert und evaluiert. Dies umfasste die Methoden der Verwiegung und Produktsiebung, auch unter Berücksichtigung von Explosionsschutzmassnahmen und der Arbeitssicherheit. Im Gericke Test Center fanden umfassende Versuche mit den Rohstoffen unter industriellen Bedingungen statt. Dabei ging es um die Wahl und Konfiguration der Maschinen, die Ermittlung der zu erwartenden Partikelgrössenverteilung und die Selektion der Prozessführung. Ebenso ließ sich der Reinigungsprozess erproben und bewerten. Diese Versuche verkürzten die notwendige Planungszeit. Komponentenauswahl und -design berücksichtigten eine umfassende Risikoanalyse der gesamten Anlage, die mögliche Staubexplosionen und andere Gefahren im Betriebsablauf ermittelte.

Der Lieferumfang bestand aus dem Projektmanagement, dem Engineering, der Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Anlagenteile, der Steuerung sowie der elektrischen Installation. Ausschlaggebender Faktor für die Investitions-Entscheidung in das resultierende Konzept war die Möglichkeit, unterschiedliche Rezepturen verarbeiten und – je nach Anforderung durch die nachfolgende Verpackungslinie – mit wechselnder und angepasster Leistung produzieren zu können. Vorteilhaft für den Auftraggeber war neben den Versuchen im Test Center auch die Möglichkeit, eine schlüsselfertige Anlage aus einer Hand zu beziehen.

Heftausgabe: November 2016
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Über den Autor

Markus Gericke, CEO, Gericke Holding

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