Boehringer Ingelheim modernisiert Steuerung des Tanklagers

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27.10.2016 Wird eine Anlage bei laufendem Betrieb modernisiert, müssen gegebene Strukturen integriert und Produktionsprozesse berücksichtigt werden.

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Entscheider-Facts für Betreiber und Planer

  • Bei Boehringer Ingelheim wurde am Standort Ingelheim die Steuerung des Tanklagers modernisiert, um eine hohe Anlagenverfügbarkeit mit einem modernen Stand der Technik zu erreichen.
  • Das veraltete Leitsystem und die 24 V-Versorgung wurden ausgetauscht, die E/A-Ebene mit dem Anschluss der über 900 Sensoren und Aktoren erneuert.
  • Durch eine besondere Topologie im Steuerungskonzept des Tanklagers wurden sonst übliche Änderungen an den Steuerungssystemen der Produktionsbetriebe vermieden.
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Boehringer Ingelheim hat am Standort Ingelheim die Steuerung des Tanklagers modernisiert, um eine hohe Anlagenverfügbarkeit mit einem aktuellen Stand der Technik zu erreichen.
(Bild: Böhringer Ingelheim)

Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim meisterte diese Anforderungen, als es die EMSR-Technik des Tanklagers am Standort Ingelheim modernisierte. Dabei setzte das Unternehmen bei der Datenübertragung auf I/O-Systeme von Pepperl+Fuchs.

Eine grundlegende Voraussetzung für die gewünschte Wirkung eines Medikamentes ist der richtige Wirkstoff in der angegeben Dosierung und Qualität. Damit diese Bedingungen erfüllt sind, unterliegt die Herstellung von Medikamenten sehr hohen Qualitätsstandards; so auch bei Boehringer Ingelheim. Viele der zur Herstellung von Medikamenten benötigten Medien sind im zentralen Tanklager gelagert. Die Anlage ist aufgeteilt in Verladestationen, in denen die Anlieferung der Medien erfolgt und Entnahmestationen, in denen die Lagerung und Förderung in die Produktionsbetriebe zusammengefasst ist. Boehringer Ingelheim hat am Standort Ingelheim die Steuerung des Tanklagers modernisiert, um eine hohe Anlagenverfügbarkeit mit einem aktuellen Stand der Technik zu erreichen.

Moderne Steuerung erhöht die Anlagenverfügbarkeit

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Bild: Böhringer Ingelheim

Für die Verbindung zwischen den Feldgeräten der zentralen Medienversorgung und der Steuerungsebene sorgte bisher eine Punkt-zu-Punkt Lösung. Die Signalebene war in Schaltschränken installiert und die Signalkabel wurden in über 80 Feldverteilern in der Anlage gesammelt und an den Schaltraum geführt. Durch das Modernisierungsprojekt sollte die Anlagenverfügbarkeit steigen, indem technische Störungen vermieden werden. Die dabei eingesetzte EMSR-Technik sollte sich dabei durch eine hohe Modularität auszeichnen und in dem nur begrenzt vorhandenen Schaltraum-Platz untergebracht werden können. Dazu kam die Herausforderung, dass im Parallelbetrieb auf die neue Technik umgestellt werden sollte, um Produktionsausfälle niedrig zu halten. Diese Ausfallzeit war auf zwei bis drei Tage pro Medium limitiert, wobei der Umbauzeitpunkt an die Produktionsplanung angepasst werden musste.

Im Einzelnen wurden das veraltete Leitsystem und die 24V-Versorgung ausgetauscht und die E/A-Ebene mit dem Anschluss der über 900 Sensoren und Aktoren erneuert. Durch eine besondere Topologie im Steuerungskonzept des Tanklagers wurden sonst übliche Änderungen an den Steuerungssystemen der Produktionsbetriebe vermieden. Diese sind bei Einbindung einer zusätzlichen Steuerung üblicherweise an der Datenkopplung erforderlich.

Heftausgabe: November 2016
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Über den Autor

Sabrina Weiland ist Produkt Marketing Manager bei Pepperl+Fuchs
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