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BASF erweitert Forschungsplattform in der Pflanzenbiotechnologie

31.01.2013 BASF Plant Science will seine Forschungsplattform für Pilzresistenz mit Mais als neuer Zielpflanze erweitern. Gleichzeitig werden die Forschungstätigkeiten zu Futtermais mit verbesserten Nährstoffen beendet und die Zulassungsprozesse für Kartoffelprojekte in Europa gestoppt.

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BASF erweitert Forschungsplattform in der Pflanzenbiotechnologie

Die neuen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für pilzresistenten Mais werden in der Unternehmenszentrale von BASF Plant Science im Research Triangle Park in den USA, North Carolina, stattfinden (Bild: BASF)

Die neuen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für pilzresistenten Mais werden in der Unternehmenszentrale von BASF Plant Science in den USA, im Research Triangle Park (RTP)/North Carolina, stattfinden. Entsprechende Feldversuchsstandorte werden in North Carolina und in der Region Midwest der USA angesiedelt. „In unserem erweiterten Forschungsprogramm können wir auf unserer erstklassigen Technologieplattform für Pilzresistenz bei Soja aufbauen, die sich an unserem Standort in Limburgerhof befindet“, sagt Peter Eckes, Geschäftsführer der BASF Plant Science.

Die Entwicklung von Nutzpflanzen, die höhere Erträge liefern und eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren aufweisen, bleibt auch zukünftig im Fokus der BASF-Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbiotechnologie. Ein wesentlicher Bestandteil hierbei ist eine branchenweit führende Kooperation mit Monsanto zu Kulturen wie Soja und Mais. Beide Unternehmen haben gemeinsam den ersten gentechnisch veränderten trockentoleranten Mais entwickelt. Dieser Mais hat Ende 2011 die Anbauzulassung in den USA erhalten und wurde dort im Jahr 2012 in großflächigen Testanbauten von Monsanto kultiviert. Die vollständige Markteinführung wird für die Anbausaison 2013/14 erwartet.

„BASF Plant Science folgt dem Leitgedanken ‚Innovation Yields Results‘. Unsere Strategie als ‚Trait Technology Partner‘ hat sich in diesem Kontext als erfolgreich erwiesen. Wir expandieren weiter in Forschungsbereiche, in denen wir unsere Expertisen zum Verhalten von Pflanzen und im Bereich der Pflanzenbiotechnologie wirksam einsetzen können, um höhere Ernteerträge zu erzielen“, erklärte Eckes. Das Unternehmen unterhält Partnerschaften mit führenden Agrarunternehmen wie Monsanto, Bayer Cropscience, Cargill und KWS.

Im Zuge einer Überprüfung des Projektportfolios auf strategische Eignung und Erreichung von Projektfortschritten hat BASF Plant Science entschieden, die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für Futtermais mit verbesserten Nährstoffen in den USA nicht fortzusetzen. Außerdem werden die europäischen Zulassungsprozesse für die Kartoffelprojekte Fortuna, Amadea und Modena gestoppt, da weitere Investitionen aufgrund der Unwägbarkeiten im regulatorischen Umfeld und drohender Feldzerstörungen nicht gerechtfertigt werden können.

Die Einstellung der Arbeiten zu Futtermais mit verbesserten Nährstoffen zieht die Schließung von sechs BASF-Feldstandorten in Olivia/Minnesota, Henderson/Nebraska, Weldon und Sycamore/Illinois, Estherville/Iowa und einem der beiden Standorte in Ames/Iowa nach sich. Insgesamt gehen hierdurch etwa 40 Arbeitsplätze verloren.

(dw)

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