Nachfrage nach Arzneimittelrohstoff

BASF erweitert Spezialamin-Produktion in Nanjing

26.09.2017 Der Chemiekonzern BASF will am Standort im chinesischen Nanjing eine Produktionsanlage für Spezialamine bauen. Die neue Mehrprodukte-Anlage mit einer Kapazität von 21.000 Tonnen pro Jahr soll das Amine-Portfolio an dem vorhandenen Produktionskomplex für Spezialamine erweitern.

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BASF neue Spezialamin-Anlage in Nanjing

BASF baut eine Produktionsanlage für Spezialamine am Standort im Nanjing Chemical Industry Park. Die Mehrprodukte-Anlage mit einer Kapazität von 21.000 Tonnen pro Jahr erweitert das Amine-Portfolio von BASF an dem vorhandenen Produktionskomplex (Foto) für Spezialamine in Nanjing. (Bild: BASF)

Die wichtigsten Produkte der BASF-Anlage, die im Jahr 2019 in Betrieb gehen soll, sind 1,2- Propylenediamin (1,2-PDA), n-Octylamin (n-OA) und Polyetheramine (PEA). „Mit der Investition reagieren wir auf die gewachsene Nachfrage unserer Kunden im Raum Asien-Pazifik nach unseren Spezialaminen, die sie als Zwischenprodukte in vielen Branchen verwenden“, sagt Stefan Blank, Leiter des Unternehmensbereichs Intermediates. Das Unternehmen produziert 1,2-PDA und n-OA auch an ihrem Verbundstandort in Ludwigshafen, Deutschland. PEA produziert BASF neben Nanjing auch in Ludwigshafen und Geismar/USA.

1,2-Propylendiamin (1,2-PDA) ist wesentlich bei der Herstellung elastischer Spandex- und Elastanfasern. Daneben bewährt sich 1,2 PDA bei der Herstellung von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln, Farbstoffen, Textilhilfsmitteln, Pigmenten und optischen Aufhellern. Außerdem dient das Spezialamin als Korrosionsinhibitor in Oberflächenbeschichtungen. N-Octylamine (n-OA) bewährt sich als chemisches Zwischenprodukt bei der Synthese antimikrobieller und biozider Stoffe. Polyetheramine (PEA) sind chemische Zwischenprodukte zum Beispiel zur Herstellung von Beschichtungen auf Basis Polyurea sowie von Kleb- und Kunststoffen. PEA dient als Härterkomponente in Formulierungen von Epoxidharzen, die zum Beispiel für die Produktion von Flügeln an Windenergieanlagen dienen.

Die BASF verfügt mit etwa 300 verschiedenen Aminen über das weltweit vielfältigste Sortiment an diesen chemischen Zwischenprodukten. Neben Alkyl-, Alkanol- und Alkoxyalkylaminen bietet das Unternehmen auch heterozyklische und aromatische Amine sowie Spezialamine an. Dazu kommt ein wachsendes Portfolio an chiralen Aminen mit hoher optischer und chemischer Reinheit. Eingesetzt werden die vielseitigen Produkte vor allem zur Herstellung von Prozesschemikalien, Pharmazeutika und Pflanzenschutzmitteln sowie von kosmetischen Produkten und Reinigungsmitteln. Dazu kommt die Produktion von Lacken, Spezialkunststoffen, Verbundwerkstoffen sowie von Spezialfasern.

(as)

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