Markt

BASF und Monsanto weiten Zusammenarbeit aus

08.07.2010 BASF und Monsanto dehnen ihre gemeinsame Entwicklung ertragreicherer und stresstoleranter Nutzpflanzen um Weizen als weitere Pflanze aus. Darüber hinaus erhöhen die Unternehmen ihre Investitionen in die Zusammenarbeit. Grund sind die erfolgreich identifizierten Ertragsgene und die kommerziellen Erwartungen.

Anzeige
BASF und Monsanto weiten Zusammenarbeit aus

BASF und Monsanto einigen sich auf zusätzliche Investitionen für die gemeinsame Entwicklung ertragreicherer Nutzpflanzen (Bild: BASF)

BASF und Monsanto arbeiten seit 2007 gemeinsam an Mais, Soja, Baumwolle und Raps. Ursprünglich umfasste das gemeinsame Budget ca. 1,5 Mrd. US-Dollar. Durch die neue Vereinbarung können im Laufe der Zusammenarbeit Investitionen in Höhe von über 1 Mrd. US-Dollar hinzukommen. „Unsere Zusammenarbeit mit BASF hat bereits zahlreiche vielversprechende Gene für höhere Erträge und bessere Stresstoleranz hervorgebracht. Als erstes Produkt werden wir Landwirten in den kommenden Jahren die erste Generation unseres trockentoleranten Maises anbieten können“, so Robb Fraley, Chief Technology Officer bei Monsanto. „Die Zusammenarbeit mit Monsanto war nicht nur unsere erste, sondern ist auch die bedeutendste Partnerschaft, die mehrere wichtige Feldkulturen abdeckt“, ergänzte Peter Eckes, Präsident von BASF Plant Science. „Die Ausweitung unserer Partnerschaft spiegelt wider, wie gut sich beide Unternehmen ergänzen. Durch die bisher erzielten Ertragssteigerungen sind wir zuversichtlich, dass wir bei Nutzpflanzen noch viel erreichen können – und dazu zählt jetzt auch Weizen.“

Die Zusammenarbeit wird unter den ursprünglichen Bedingungen fortgesetzt, wobei jedes Unternehmen an unabhängigen Programmen zur Entdeckung neuer genetischer Merkmale, so genannter Traits, arbeitet. Aus diesen Programmen werden Gene benannt, von denen die vielversprechendsten weiter bearbeitet werden, damit Monsanto und BASF gemeinsam schneller sind. Die Projekte werden in jeder Entwicklungsphase gemeinsam finanziert. Produkte, die aus dieser Entwicklung hervorgehen, werden von Monsanto vermarktet. Hierbei erhält Monsanto 60 % und BASF 40 % der Nettoerträge. Im Hinblick auf Weizen werden sich die Partner zunächst auf die Entwicklung biotechnologischer Produkte für den nordamerikanischen und australischen Markt konzentrieren. Der erste ertragreichere Weizen soll voraussichtlich ab 2020 auf den Markt kommen. Danach folgen weitere Generationen von ertragreicheren Weizensorten. Weizen ist nach Mais die weltweit bedeutendste Nutzpflanze. Schätzungen zufolge wird die landwirtschaftliche Produktion weltweit verdoppelt werden müssen, um die boomende Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln sowie Ballast- und Kraftstoffen decken zu können.

 

Anzeige
Loader-Icon