Qualitätsprobleme

Bayer: Engpass bei flüssigem Aspirin

19.03.2018 Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat Lieferschwierigkeiten bei flüssigem Aspirin. Grund dafür sind Medienberichten zufolge Qualitätsprobleme bei einem französischen Lohnhersteller des Medikaments.

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Flüssiges Aspirin kommt als Infusionslösung bei der Behandlung von Herzinfarkten zum Einsatz. (Bild: OrpheusXL – Fotolia)

Flüssiges Aspirin kommt als Infusionslösung bei der Behandlung von Herzinfarkten zum Einsatz. (Bild: OrpheusXL – Fotolia)

Wie Bayer dem Spiegel mittteilte, sei das Unternehmen derzeit nur in der Lage, reduzierte Mengen auszuliefern. Die Einschränkungen seien nicht kurzfristig, sondern dauerten länger an. Es könne zu „einer Lieferunfähigkeit bei allen Packungsgrößen kommen“. Betroffen ist das verschreibungspflichtige Medikament „Aspirin i.v.“, das als Injektions- und Infusionslösung etwa bei Herzinfarkten zum Einsatz kommt. Die Lieferprobleme sind besonders problematisch, da Bayer der einzige Anbieter dieser flüssigen Form des Medikaments ist. Ein Ausweichen auf Medikamente in Tablettenform ist nur eingeschränkt möglich.

Bereits im Sommer 2017 hatte es bei Bayer Lieferprobleme mit flüssigem Aspirin gegeben. Im Februar 2018 hat die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Unternehmen zudem in einem Warning Letter Verstöße gegen die Good Manufacturing Practice (GMP) vorgeworfen. Ein Zusammenhang zum aktuellen Engpass bei „Aspirin i.v.“ besteht laut Bayer aber nicht.

(jg)

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