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Bayer gründet Biotech-Unternehmen mit Crispr

22.12.2015 Wenn Goliath mit David ein Unternehmen gründet: Der Leverkusener Bayer-Konzern will mit dem jungen Biotech-Unternehmen Crispr Therapeutics ein Gemeinschaftsunternehmen aus der Taufe heben. Das Joint Venture fokussiert auf grundlegende Therapien auf Basis erster systemischer Anwendungen der Genom-Editierung.

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Bayer will mit dem neuen Joint Venture neue Therapieansätze – auch für Herz-Kreislauf-Krankheiten – entwickeln (Bild: Bayer)

 

Bayer will durch sein neues Life Science Center 335 Millionen US-Dollar in eine langfristige Allianz mit Crispr Therapeutics investieren, um neue Behandlungsmethoden für Bluterkrankungen, Erblindung und Herz-Erkrankungen zu entdecken, zu entwickeln und zu vermarkten. Crispr wird die proprietäre Technologie zur gezielten Veränderung der DNA einschließlich der Patentanmeldungen einbringen, während Bayer die Expertise im Bereich Proteintechnologie sowie relevantes Know-how über die entsprechenden Krankheiten beiträgt. 

 

Das Joint Venture ist die erste Investition des neu etablierten Bayer Life Science Center (BLSC), das als neuartige strategische Innovationseinheit direkt an den Bayer-Vorstand berichtet. Es hat die Aufgabe, bahnbrechende wissenschaftliche und medizinische Fortschritte schneller zu entdecken, zu fördern und zugänglich zu machen, indem innovative Partnerschaften mit erstklassigen jungen Biotech-Unternehmen eingegangen werden. 

Bayer will nach eigenen Angaben mindestens 300 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung des neuen  JV in den nächsten fünf Jahren investieren. Außerdem will der Leverkusener Konzern außerdem einen Minderheitsanteil an Crispr Therapeutics in Höhe von 35 Millionen US-Dollar in bar erwerben. Dr. Axel Bouchon, Leiter des BLSC, wird übergangsweise auch das JV als CEO führen, während Dr. Rodger Nowak, CEO und Mitgründer von Crispr, den Interims-Vorsitz des neu gegründeten JV-Vorstands übernehmen wird.

(as)

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