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Bayer Healthcare hat Regenwasserbewirtschaftung ausgebaut

18.12.2013 Bayer Healthcare, Leverkusen, hat das Projekt zur Neuordnung der Regenwasserbewirtschaftung in Bergkamen abgeschlossen. Mit einer Summe von 9 Mio. Euro wurden ein Klär- und ein Auffangbecken, 2 Pumpstationen und eine 1.500 m lange unterirdische Transportleitung gebaut. Ein bereits vorhandenes Auffangbecken wurde zudem deutlich erweitert.

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Aufgrund seiner Dimensionen ist das im Nordgelände des Bayer Healthcare-Standorts Bergkamen angelegte Auffangbecken das Herzstück des Regenwasserprojekts (Bild: Bayer Healthcare)

„Die neuen Anlagen zum Auffangen, Behandeln und Nutzen von Regenwasser sind nicht nur aufgrund ihrer Dimensionen bemerkenswert“, machte Standortleiter Dr. Stefan Klatt deutlich. „Sie versetzen uns darüber hinaus in die Lage, die Anforderungen des Landeswassergesetzes auch in Zukunft zuverlässig zu erfüllen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Standorts.“ Das strikte Einhalten gesetzlicher Vorschriften sei für Bayer ebenso selbstverständlich wie die Abstimmung mit den zuständigen Behörden.

Herzstück des Projekts ist ein neu angelegtes Auffangbecken mit einem Volumen von 12.500 m3 – das entspricht dem Fassungsvermögen von mehr als 80.000 normalen Badewannen. Es ist mit einer Pumpstation ausgestattet, die das Wasser in die nahe gelegene Lippe befördert. Zusätzlich kann Regenwasser für betriebliche Zwecke – beispielsweise für die Kühltürme und die Abluftwäscher – entnommen werden. „Das reduziert im gleichen Umfang den Bedarf an Wasser aus anderen Quellen und ist ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit“, erklärt Projektleiter Joachim Gorschlüter.

Ein weiteres bereits vorhandenes Auffangbecken ist im Zuge des Projekts deutlich vergrößert worden – von 4.500 auf 6.000 m3. Es liegt direkt neben dem neuen Klärbecken, in dem das Regenwasser zunächst von grobem Verunreinigungen wie Steinen, Blättern und Holz befreit und dann in eines der beiden Speicherbecken weitergeleitet wird. Dafür sind drei Spezialpumpen installiert worden – eine davon als Sicherheitsreserve -, die über eine maximale Leistung von jeweils 1.100 m3/h. Sie können somit mehr als 18.000 l/min fördern und bewältigen daher auch große Niederschlagsmengen, die mitunter bei Gewittern oder Starkregen auftreten.

(dw)

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