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Bayer HealthCare mit Pharma-Neuausrichtung

15.12.2004 Mit der Entscheidung, die weltweite Pharmaforschung und -entwicklung an den neuen Geschäftsrahmen der Division Pharma anzupassen, setzt Bayer HealthCare (BHC) seinen Weg zur Neuausrichtung des Pharmageschäfts fort. Ziel der Division ist es, sich auf bestimmte Therapiesegmente zu konzentrieren und sich regional stärker zu differenzieren. In Zukunft forscht das Unternehmen auf den Gebieten Krebs und Herzkreislauf-Risikomanagement

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Mit der Entscheidung, die weltweite Pharmaforschung und -entwicklung an den neuen Geschäftsrahmen der Division Pharma anzupassen, setzt Bayer HealthCare (BHC) seinen Weg zur Neuausrichtung des Pharmageschäfts fort. Ziel der Division ist es, sich auf bestimmte Therapiesegmente zu konzentrieren und sich regional stärker zu differenzieren. In Zukunft forscht das Unternehmen auf den Gebieten Krebs und Herzkreislauf-Risikomanagement einschließlich Diabetes an den Standorten West Haven (USA) und Wuppertal.


Entwicklungsprojekte aus anderen Therapiesegmenten wie zum Beispiel aus den Bereichen Antiinfektiva und Urologie werden weitergeführt bis zum nächsten Entwicklungsschritt. Danach werden Optionen geprüft, wie mit diesen Projekten die größte Wertschöpfung erreicht werden kann – gegebenenfalls auch durch Auslizenzierung. Das Forschungs- und Entwicklungsbudget von Pharma soll mittelfristig auf einem wettbewerbsfähigen Niveau von etwa 20% des Pharma-Umsatzes liegen.


Die Neuausrichtung geht mit einer weltweiten Personalanpassung in Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion in einer Größenordnung von 560 Stellen einher. Von den Umstrukturierungsmaßnahmen sind in den USA etwa 110 und in Deutschland rund 440 Stellen betroffen. In Deutschland wird es aufgrund der Standortsicherungsvereinbarung keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2007 geben. Es ist geplant, die Personalanpassung sozialverträglich zu gestalten und individuelle Lösungen für die Mitarbeiter zu finden.


Die Personalanpassung in Forschung und Entwicklung sowie weitere signifikante Einsparungen bringen für Pharma eine Reduzierung der Kosten in Höhe von etwa 130 Mio. Euro bis 2006. Durch die seit 2001 laufende Restrukturierung, die Neuaufstellung in den USA und die Umsetzung der F&E-Strategie reduziert das Unternehmen bis 2006 seine Kosten um rund eine Milliarde Euro.

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