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Bayer Healthcare steigert Umsatz in beiden Segmenten

07.08.2012 Der Bayer-Konzern hat im 2. Quartal 2012 eine ungebrochene Wachstumsdynamik verzeichnet und Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis vor Sondereinflüssen erzielt. Im Gesundheitsgeschäft, Bayer Healthcare, stieg der Umsatz um 10 % (wpb. 4,1 %) auf 4,628 Mrd. Euro.

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Bayer Healthcare steigert Umsatz in beiden Segmenten

Mitarbeiter reinigen und kontrollieren die Rührstäbe eines Salbenmischers zur Herstellung von Bepanthen-Wund- und Heilsalbe in der Bayer-Produktionsstätte in Grenzach-Wyhlen (Bild: Bayer)

„Angesichts des starken Geschäftsverlaufs heben wir unsere Jahresprognose für 2012 an“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers bei der Vorlage des Zwischenberichts. Bayer habe – auch dank positiver Währungseinflüsse – einen Umsatz von rund 10,2 Mrd. Euro und damit einen neuen Rekordwert erzielt. „Hierzu haben alle drei Teilkonzerne beigetragen, insbesondere Cropscience mit einem weiterhin starken Zuwachs“, sagte Dekkers. Healthcare erzielte bei diesen Kennzahlen sogar das beste Quartal aller Zeiten. Materialscience erwirtschaftete den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte.

Der Healthcare-Teilkonzern hat auch im 2. Quartal in beiden Segmenten – Pharma und Consumer Health – zugelegt. „Im Pharma-Geschäft erhöhte sich der Umsatz wpb. um 4,3 % auf 2,685 Mrd. Euro. Unter den Top-Produkten konnte der Umsatz mit dem Gerinnungshemmer Xarelto nach Ausbietungen in weiteren Ländern sowie Indikationserweiterungen deutlich gesteigert werden. Der Umsatz der Hormonspirale Mirena erhöhte sich dank Mengensteigerungen und eines Großauftrags in den USA deutlich um währungsbereinigt (wb.) 26,7 %. Das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon/Betaseron entwickelte sich mit einem Plus von wb. 10,2 % ebenfalls erfreulich, wobei der Anstieg zum Teil auf Einmaleffekte in den USA zurückzuführen ist. Das Krebsmedikament Nexavar legte wb. um 7,5 % zu. Rückläufig entwickelten sich dagegen die oralen Kontrazeptiva YAZ/Yasmin/ Yasminelle (wb. minus 6,4 %), vornehmlich aufgrund von Generikakonkurrenz in Westeuropa und Nordamerika. In Japan konnte das Produkt hingegen zulegen. Bei Levitra gegen erektile Dysfunktion gab der Umsatz wb. um 16,9 % nach – insbesondere aufgrund von Rückgängen in den USA.

Der Umsatz im Segment Consumer Health nahm wpb. um 3,8 % auf 1,943 Mrd. Euro zu. Hierzu trugen alle Divisionen sowie eine erfreuliche Geschäftsentwicklung insbesondere in den Wachstumsländern bei. Im Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln (Consumer Care) profitierten unter den Top-Produkten vor allem die Hautpflegemittel Bepanthen/Bepanthol (wb. plus 18,3 %) und das Schmerzmittel Aleve/Naproxen (wb. plus 10,1 %) von einer höheren Nachfrage. Die Division Medical Care verzeichnete eine positive Entwicklung des Kontrastmittel- und Medizingerätegeschäfts. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln erzielte vor allem in Europa steigende Umsätze.

Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Bayer Healthcare erhöhte sich im 2. Quartal um 8,0 % auf 1,248 Mrd. Euro. Hier wirkten sich die gute Geschäftsentwicklung im Segment Pharma sowie positive Währungseffekte aus.

(dw)

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