Quartalszahlen

Bayer im Q3 2016: Pharmaceuticals sind Zugpferd

26.10.2016 Das 3. Quartal 2016 verlief für den Bayer-Konzern erfolgreich: Der Konzernumsatz stieg um 2,3 (wpb. 3,5) % auf 11,26 (Vorjahr: 11) Mrd. Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 6 % auf 2,68 (2,53) Mrd. Euro. Das Ebit stieg um 14,2 % auf 1,79 (1,57) Mrd. Euro.

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Bayer im Q3 2016: Pharmaceuticals sind Zugpferd

Neben ambitionierten Übernahmeplänen liefert der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann auch gute Zahlen. (Bild: Bayer)

Im Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) stieg der Umsatz um 7,3 (wpb. 7,6) % auf 4,15 (3,87) Mrd. Euro. „Unsere neueren Produkte verzeichneten weiterhin eine starke Entwicklung“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann. Der Gerinnungshemmer Xarelto, das Augenmedikament Eylea, die Krebsmittel Xofigo und Stivarga sowie Adempas™gegen Lungenhochdruck erzielten einen Umsatz von insgesamt 1,39 (1,08) Mrd. Euro. Währungsbereinigt (wb.) entsprach das einem Plus von 28,3 %. Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg bei weiterhin überproportional hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung um 13,4 % auf 1,42 (1,25) Mrd. Euro.

Consumer Health moderat

Der Umsatz im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) lag mit 1,425 (1,424) Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Wpb. entsprach das einem Zuwachs von 3,6 %. Währungsbereinigt entwickelte sich das Geschäft in den Regionen Lateinamerika/Afrika/Nahost, Nordamerika und Asien/Pazifik positiv. In Europa hingegen gingen die Umsätze im Vergleich zu einem starken Vorjahresquartal leicht zurück. Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging um 3,5 % auf 328 (340) Mio. Euro zurück. Die Ergebnisbeiträge aus der positiven Geschäftsentwicklung konnten die höheren Herstellungskosten und Währungseffekte von etwa -20 Mio. Euro nicht kompensieren.

Crop Science in schwierigem Marktumfeld

Im Agrargeschäft (Crop Science) erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,06 (2,08) Mrd. Euro. Nominal entsprach das einem Rückgang von 1,2 %, wpb. lag der Umsatz auf Vorjahreshöhe. „Crop Science war in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld erfolgreich“, kommentiert Baumann. Crop Protection/Seeds konnte insgesamt das Niveau des Vorjahresquartals halten, trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen vor allem in Lateinamerika. Erfreulich entwickelte sich das Crop-Science-Geschäft in Europa (wb. 5,8 %) und Nordamerika (wb. 5,7 %). In Asien/Pazifik lag der Umsatz mit wb. 1,1 % leicht über Vorjahr, während er in Lateinamerika/Afrika/ Nahost mit wb. -5,3 % rückläufig war. Im Pflanzenschutz (Crop Protection) erzielten die Fungizide ein Plus von wpb. 8,1 %. Deutlich rückläufig entwickelten sich hingegen die Insektizide (wpb. -16,8 %). Auch die Herbizide (wpb. -1,0 %) und Seedgrowth (Saatgutbehandlungsmittel – wpb. -3,7 %) lagen unter Vorjahr. Positiv war die Entwicklung bei Seeds (Saatgut) mit einem Umsatzzuwachs von wpb. 21,6 %. Auch Environmental Science legte mit einem Plus von wpb. 17,7 % kräftig zu. Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich um 0,6 % auf 318 (316) Mio. Euro. Höheren Absatzpreisen und einem positiven Währungseffekt von rund 80 Mio. Euro standen unter anderem geringere Absatzmengen, höhere Wertberichtigungen auf Forderungen sowie gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gegenüber.

Animal Health verbessert Umsatz und Ergebnis

Im Tiergesundheitsgeschäft (Animal Health) erzielte der konzern einen Umsatzanstieg von 0,8 (wpb. 2,5) % auf 360 (357) Mio. Euro. Besonders positiv entwickelte sich die Region Asien/Pazifik. Auch in Europa legte der Umsatz zu, während sich das Geschäft in Nordamerika leicht rückläufig entwickelte. Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Animal Health stieg um 6,0 % auf 89 (84) Mio. Euro. Maßgeblich hierfür waren Mengen- und Preissteigerungen sowie geringere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb. Dem standen gestiegene Herstellungskosten und höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gegenüber.

Konzernergebnis

Der Konzernumsatz stieg im Dreivierteljahr 2016 um 0,4 (wpb. 3,0) % auf 34,95 (34,8) Mrd. Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 9,4 % auf 9,12 (8,34) Mrd. Euro. Grund hierfür waren gestiegene Absatzmengen und gesunkene Herstellungskosten. Die gute Geschäftsentwicklung erreichte der Konzern trotz Dissynergien aus der Verselbstständigung von Covestro und dem Verkauf von Diabetes Care sowie höheren Investitionen für Forschung und Entwicklung. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte von etwa -100 Mio. Euro aus. Das Konzernergebnis stieg um 16,6 % auf 4,08 (3,497) Mrd. Euro und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft um 7,1 % auf 6,15 (5,74) Euro.

Zuversicht für Gesamtjahr

Für den Konzern inklusive Covestro plant Bayer im Jahr 2016 weiterhin einen Umsatz von 46 bis 47 Mrd. Euro. Dies entspricht nach wie vor wpb. einem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich. Das Ebitda vor Sondereinflüssen plant Bayer wie bisher im oberen einstelligen Prozentbereich zu erhöhen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft will der Konzern nun ebenfalls im oberen einstelligen Prozentbereich steigern (bisher: im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Covestro ab dem 19. April 2016 mit rund 64 % (vom 1. Januar bis 18. April 2016: mit rund 69 %) enthalten ist.

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