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Bayer legt 100 Mio. Euro in Standort Wuppertal an

10.05.2012 Der Bayer-Konzern plant Investitionen von mehr als 100 Mio. Euro in den Standort Wuppertal. Bayer Healthcare will seinen Pharma-Standort damit hinsichtlich Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Instandhaltung fit für die Zukunft machen.

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Ein Teil der Neuinvestitionen fließt in die Errichtung von zwei weiteren Produktionsstraßen für die Rivaroxaban-Herstellung. Rivaroxaban ist der Wirkstoff des oralen Gerinnungshemmers Xarelto. „Weitere Zulassungen für Xarelto lassen den Bedarf nach dem Wirkstoff steigen. Um den Markt auch künftig zuverlässig mit dem Medikament versorgen zu können, erweitern wir unsere Produktionskapazitäten“, berichtet Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer Healthcare in Wuppertal. Weitere Investitionen fließen in die Modernisierung von Laboren der Chemischen Entwicklung. Diese Maßnahmen resultieren aus der hohen Auslastung mit Entwicklungsprojekten und ermöglichen künftig eine flexiblere und effizientere Arbeitsweise. Der Anbau des Prüfpräparatelagers im Forschungszentrum ist abgeschlossen. Bis Ende dieses Jahres werden dort zusätzliche Roboter installiert. Mit dieser Kapazitätserweiterung wird ein früher Schritt bei der Suche nach einem neuen Wirkstoff – das Hochdurchsatz-Screening – noch effizienter. Bis September 2012 wird zudem der Bau des neuen Technikums Zellbiologie fertig gestellt. Hier sollen ab Mitte 2013 neue biologische Wirkstoffe für den Einsatz in klinischen Studien hergestellt werden.

Wichtiger Arbeitgeber in der Region

Bayer HealthCare zählt zu den großen Arbeitgebern im Bergischen Land. Insgesamt sind am Standort 2.574 Mitarbeiter beschäftigt. Davon arbeiten je circa die Hälfte im Forschungszentrum am Aprather Weg und im Werk an der Wupper (Stand 31. Dezember 2011).

Auch die Ausbildung spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Insgesamt 166 Jugendliche werden derzeit in naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Berufen am Standort ausgebildet. 66 Neueinstellungen gab es im vergangenen Jahr. Davon erhielten sieben Jugendliche im Rahmen der Ausbildungsinitiative Rheinland – einer Kooperation mit Partnerunternehmen aus der Region – einen Ausbildungs¬platz. Im Starthilfeprogramm werden zehn junge Leute auf eine Lehrstelle vorbereitet.

Förderung von sozialem und gesellschaftlichem Engagement

Das soziale und gesellschaftliche Engagement hat ebenfalls einen hohen Stellenwert für das Unternehmen. Mit der „Bayer Science & Education Foundation“ fördert Bayer die Wissenschaft sowie die schulische und wissenschaftliche Ausbildung mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Medizin und Technik. Seit dem Start des Programms 2007 erhielten 19 Bildungseinrichtungen im Einzugsgebiet von Wuppertal insgesamt rund 234.000 Euro Fördergelder.

Die „Bayer Cares Foundation“ fördert ehrenamtliche Projekte, welche die Lebensumstände an den Bayer-Standorten nachhaltig verbessern und zur Lösung sozialer Aufgaben beitragen. Seit 2007 unterstützte die Stiftung 20 Wuppertaler Ehrenamtsprojekte mit insgesamt rund 48.000 Euro.

Zusätzlich zum Stiftungsprogramm führt Bayer HealthCare in Wuppertal das Schülerlabor Baylab health fort. Hier experimentieren jährlich rund 3.000 Kinder und Jugendliche aus der Region unter qualifizierter Anleitung und erhalten Einblicke in die Welt der Wissenschaft. Das Baylab health war das erste Schülerlabor im Bayer-Konzern, es existiert in Wuppertal seit 1998. Nicht zuletzt aufgrund seines großen Erfolgs diente es als Keimzelle für weitere Baylabs an anderen Standorten.

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