Zugriff auf Zulassungsdaten

Bayer startet Transparenz-Website für Pflanzenschutzmittel

08.12.2017 Bayer ermöglicht öffentlichen Zugang zu wissenschaftlichen Daten zur Bewertung von Pflanzenschutzmitteln. Der Konzern hat dafür eine eigene Website eingerichtet.

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Unter cropscience-transparency.bayer.com ermöglicht Bayer Zugang zu sicherheitsrelevanten Studien über seine Pflanzenschutzmittel. (Bild: Bayer)

Unter cropscience-transparency.bayer.com ermöglicht Bayer Zugang zu sicherheitsrelevanten Studien über seine Pflanzenschutzmittel. (Bild: Bayer)

Die Transparenz-Website von Bayer ist seit dem 7.12.2017 online. Das Unternehmen wird den Zugang zu Zusammenfassungen von sicherheitsrelevanten Studienberichten für eine große Anzahl von Wirkstoffen ermöglichen. Der Konzern will damit einen offenen und transparenten Dialog mit der Gesellschaft fördern sowie Behörden bei Datenanforderungen unterstützen. Bayer spricht von einer „Vorreiterrolle, um die Transparenz zu erhöhen – unter Wahrung der Vertraulichkeit von Daten zur Zusammensetzung und zum Herstellungsprozess von Produkten“. Bayer will zudem nicht-kommerziellen Interessenten auch die vollständigen Studienberichte zugänglich zu machen, beginnend mit Studien zu Imidacloprid. Darüber hinaus stellt der Website-Betreiber Hintergrundmaterialien wie Videos und Infografiken zur Verfügung, um den Bezug zur regulatorischen Wissenschaft zu erklären.

Vom interessierten Bürger zum Mitglied der Wissenschaftsgemeinde

„In einer Zeit, in der widersprüchliche Berichte über die Sicherheit von Nahrungsmitteln oder Technologien es schwierig machen, zwischen Tatsachen und Fiktion zu unterscheiden, ist diese Initiative von Bayer ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz“, erklärte Dr. Adrian Percy, Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Crop Science. „Wir machen unsere Sicherheitsdaten, die bislang nur von Behörden eingesehen werden konnten, öffentlich zugänglich. Wir hoffen, unsere wissenschaftliche Arbeit dadurch der breiten Öffentlichkeit auf eine Weise näher zu bringen, die Vertrauen schafft und zeigt, dass wir mehr Transparenz schaffen wollen.“ Die Website biete eine Alternative Anlaufstelle für Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz, um Dokumente zu Registrierungsverfahren des Konzerns einzusehen, so Percy: „Wir möchten, dass nicht-kommerzielle Interessenten – vom interessierten Bürger bis zum Mitglied der Wissenschaftsgemeinde – auf schnelle und unkomplizierte Weise auf sicherheitsrelevante Informationen zugreifen können, um sich ihre eigene Meinung auf der Grundlage wissenschaftlicher Informationen bilden zu können.“

Bayer wird seine neue Transparenz-Website regelmäßig aktualisieren. Im nächsten Schritt, der für Anfang 2018 geplant ist, werden nicht-kommerzielle Nutzer den Zugang zu weiteren vollständigen, detaillierten sicherheitsrelevanten Studienberichten beantragen können. Geplant sind außerdem weitere Sprachen für die Seite, darunter auch Deutsch.

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