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Bayer will 3,1 Mrd. Euro in F&E investieren

13.12.2010 Der Leverkusener Bayer-Konzern wird im Jahr 2010 voraussichtlich 3,1 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren - ein Plus von 13 Prozent. Und auch das Budget für 2011 soll in dieser Größenordnung liegen. Der Löwenanteil davon entfällt mit 67 Prozent auf das Pharmasegment Bayer HealthCare.

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Bayer will 3,1 Mrd. Euro in F&E investieren

Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG (rechts), und Forschungsvorstand Dr. Wolfgang Plischke (Bild: Bayer)

„Wer auf Innovation setzt, braucht also einen langen Atem – und viel Geld“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Denn sowohl Forschung und Entwicklung als auch die Vermarktung – dieser Aspekt werde oft unterschätzt – seien mit sehr hohen Investitionen verbunden. An den geplanten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im laufenden Jahr hat HealthCare mit 67 Prozent den größten Anteil – hauptsächlich für Projekte in der dritten klinischen Studienphase. „Unsere Pharma-Pipeline ist aktuell mit insgesamt über 50 Projekten in allen klinischen Phasen gut gefüllt“, sagte Bayer Vorstandschef Dekkers anlässlich der Innovations-Pressekonferenz des Konzerns in der vergangenen Woche. CropScience folgt mit 25 Prozent am gesamten Forschungsbudget. In den zehn Jahren von 2000 bis 2009 hat der Teilkonzern 23 neue Wirkstoffe auf den Markt gebracht – bis 2012 sollen sechs weitere folgen. Zusätzlich verfolgt der Wachstumsbereich BioScience 60 Projekte für verbesserte Pflanzeneigenschaften und Saatgut. Auch MaterialScience entwickelt zahlreiche neue Produkte und Anwendungen. Die sieben Prozent aus dem Gesamtbudget machten immerhin rund 230 Millionen Euro aus, so Dekkers. „Als Erfolg sehen wir mehr als 20 Prozent des Umsatzes von MaterialScience mit Produkten, die seit 2005 auf den Markt gekommen sind.“

Bayer HealthCare: Fokus auf Krankheiten mit hohem Innovationsbedarf

Zu den herausragenden Bayer-Entwicklungen im Bereich HealthCare gehört der Gerinnungshemmer Xarelto (Wirkstoff: Rivaroxaban), der derzeit am intensivsten untersuchte Faktor-Xa-Hemmer in der klinischen Entwicklung. „Dieses innovative Arzneimittel hat ein jährliches Spitzenumsatzpotenzial von mehr als zwei Milliarden Euro“, sagte Dr. Wolfgang Plischke, im Vorstand der Bayer AG unter anderem für die Bereiche Innovation, Technologie und Umwelt verantwortlich. Ein weiterer Wirkstoff aus der Herz-Kreislauf-Forschung hat ebenfalls das Potenzial, die Therapie einer lebensbedrohlichen Krankheit entscheidend zu verbessern: Riociguat ist eine innovative, oral wirksame Substanz, die derzeit in Phase-III-Studien als potenziell neuer Behandlungsansatz für die pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) und die chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) untersucht wird. Darüber hinaus gibt es vielversprechende junge Wirkstoffe zur potenziellen Therapie von schweren Herz-Kreislauferkrankungen wie Anämie bei chronischen Nierenkrankheiten und sich verschlechternder chronischer Herzinsuffizienz mit Nierenschädigung oder Diabetes.

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