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Bayer will Dihon Pharmaceutical in China übernehmen

28.02.2014 Bayer, Leverkusen, will alle Aktien der in Privatbesitz befindlichen Dihon Pharmaceutical Group in Kunming Yunnan, China, übernehmen. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet. Dihon beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2013 einen Umsatz von 123 Mio. Euro. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekanntgegeben.

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Dr. Olivier Brandicourt, Vorstandsvorsitzender von Bayer Healthcare, sieht in der Übernahme von Dihon Pharmaceutical auch einen gegenseitigen Nutzen mit dem kürzlich von Steigerwald erworbenen Geschäft mit pflanzlichen Arzneimitteln (Bild: Bayer)

Der chinesische Pharmahersteller ist auf Selbstmedikationspräparate (OTC) sowie Präparate auf pflanzlicher Basis als Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) spezialisiert. Das Unternehmen zählt damit zu den führenden OTC-Herstellern in China. Die Produkte werden auch exportiert. Es bietet Medikamente auf chemischer und traditioneller Basis in fünf Fachgebieten an: Hautentzündungen, Akne, wiederkehrende Mundentzündungen, Hyperosteogeny (überschießendes Knochenwachstum) und Endometriosis (gutartige Gebärmutterschleimhauterkrankung). Neben dem Produktionsstätten in Kunming verfügt das Unternehmen über weitere Produktionsstandorte innerhalb Chinas.

Nach Einschätzung von Dr. Olivier Brandicourt, Vorstandsvorsitzender von Bayer Healthcare, lässt sich durch die geplante Übernahme zusammen mit dem kürzlich von Steigerwald erworbenen Geschäft „ein zusätzlicher Nutzen für beide Bereiche“ erzielen. Bayer hatte das Steigerwald Arzneimittelwerk in Darmstadt Mitte 2013 übernommen; das Familienunternehmen hatte damals 160 Mitarbeiter und erzielte 2012 einen Umsatz von 61,3 Mio. Euro.

Die Übernahme ist an verschiedene Bedingungen geknüpft, darunter auch die Genehmigung durch die Kartellbehörden. Der Abschluss der Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2014 erfolgen.

(dw)

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