Zugeständnis für Monsanto-Deal

Bayer will Gemüsesaatgut-Sparte verkaufen

09.02.2018 Insider-Berichten zufolge will Bayer sein weltweites Geschäft mit Gemüsesaatgut zum Verkauf stellen. Damit macht der Konzern weitere Zugeständnisse an die EU-Kommission, um die Fusion mit Monsanto zu ermöglichen. Die Kommission hatte zuletzt die Prüfungsfrist erneut verlängert.

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Junge Weizenpflanzen: Bayer will in einer Forschungskooperation mit den Shanghai Institutes for Biological Sciences (SIBS) die Erträge steigern. (Bild: Bayer)

Bayer bietet sein Geschäft mit Gemsesaatgut zum Verkauf an. (Bild: Bayer)

Die Bayer-Marke Nunhems mit über 2.000 Mitarbeitern soll komplett „an ein Unternehmen verkauft werden, das in dem Markt noch nicht vertreten ist“, berichtet die Agentur Reuters. Zu den Interessenten soll auch der Schweizer Saatgutkonzern Syngenta gehören. Dem Konzern BASF, der Ende 2017 große Teile der Agrarchemie von Bayer übernommen hat, bietet das Unternehmen außerdem eine exklusive Lizenz für seine Plattform mit digitalen Daten für die Landwirtschaft an. Keines der beteiligten Unternehmen hat dazu bislang Stellung genommen.

Erst Anfang Februar 2018 hatte die EU-Kommission ihre Prüfung der Bayer-Monsanto-Fusion erneut ausgedehnt. Eine Entscheidung soll nun am 5. April 2018 fallen. Bei der ersten Fristverlängerung im August 2017 hatte Bayer der Behörde seine umfangreiche Zusammenarbeit zugesagt und Zugeständnisse in Aussicht gestellt. Bayer will Monsanto für 63 Mrd. US-Dollar übernehmen. Die gebündelten Marktanteile, die der Deal mit sich bringen würde, haben sowohl Kartellwächter wie Umweltschützer auf den Plan gerufen.

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