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BfR: Neuauflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit veröffentlicht

03.12.2013 Der EU-Almanach Lebensmittelsicherheit des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bietet in der neuen 3. Auflage eine übersichtliche Darstellung von Strukturen und Institutionen der Lebensmittelsicherheit von nunmehr 35 europäischen Staaten und der europäischen Ebene.

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BfR: Neuauflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit veröffentlicht

Der EU-Almanach Lebensmittelsicherheit ist in der 3. Auflage erschienen: Neu sind die Profile der beiden EU-Anwärterstaaten Serbien und Montenegro sowie die benutzerfreundlichere grafische Gestaltung (Bild: Bundesinstitut für Risikobewertung)

Lebensmittelskandale machen nicht an den nationalen Grenzen halt. Längst hat die Wertschöpfungskette in der Lebensmittelproduktion europäische Dimensionen erreicht, Rohstoffe und Halbfertigprodukte werden über die Grenzen gehandelt und vertrieben. Das Konzept von der Sicherheit entlang der gesamten Lebensmittelkette erfordert deshalb die europaweite Vernetzung aller für die Lebensmittelsicherheit zuständigen öffentlichen Institutionen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Jedes der 35 Länderprofile des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit enthält eine grafische Übersicht der Behördenstruktur sowie eine detaillierte Beschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten der Institutionen. Zuständigkeitsbereiche werden grafisch – anhand von 10 Icons – dargestellt. Dem EU-Almanach Lebensmittelsicherheit ist beispielsweise zu entnehmen, welche Behörden für die Bewertung von Pflanzenschutzmitteln, von gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims) und von Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, (Zoonosen) zuständig sind. Zugleich erfahren die Leser, welche Ministerien in den Mitgliedstaaten für welche Themen das Risikomanagement verantworten, wie Risiken kommuniziert werden und inwieweit Risikobewertung und Risikomanagement institutionell getrennt sind.

Neu gegenüber der 2. Auflage sind die Profile der beiden EU-Anwärterstaaten Serbien und Montenegro. Insgesamt wurde der EU-Almanach in seiner dritten Auflage durch seine grafische Gestaltung mit der farblichen Unterscheidung von zentralen und regionalen bzw. lokalen Institutionen noch benutzerfreundlicher. Das BfR, das für Deutschland zur EFSA-Kontaktstelle (EFSA Focal Point) ernannt wurde, entwickelte den EU-Almanach Lebensmittelsicherheit in enger Kooperation mit den EFSA-Kontaktstellen der anderen europäischen Staaten.

Die Broschüre wendet sich an alle, die sich über die rechtlichen Strukturen und Institutionen der Lebensmittelsicherheit in Europa informieren wollen, insbesondere an Fachleute aus der Praxis wie Mitarbeiter aus Lebensmittelwirtschaft und Wissenschaft, Lebensmittelbehörden, Medien oder Verbraucherverbände. Dass ein großer Bedarf für ein solches Informationsinstrument besteht, belegt die Entwicklung der Auflage: Sie hat sich von der ersten zur zweiten verdoppelt.

„Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Akteuren in Europa stärkt die Lebensmittelsicherheit. Sind die Akteure und Strukturen in den europäischen Staaten allen Beteiligten bekannt, können wir effizienter zusammenarbeiten, Doppelarbeit vermeiden und nicht zuletzt schneller und angemessener reagieren“, sagt Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. Als Präsident des BfR und deutsches Mitglied im Beirat der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist er sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene für die Risikobewertung von Lebensmitteln und Futtermitteln verantwortlich.

Weblink zum Thema
Der EU-Almanach Lebensmittelsicherheit steht auf der Internetseite des BfR kostenlos in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung. Die Broschüre kann in diesen Sprachen auch beim BfR bestellt werden (publikationen@bfr.bund.de). Im Jahr 2014 werden auch spanische, französische und chinesische Fassungen zur Verfügung stehen.

(dw)

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