Flexibilität trifft Planungssicherheit

Big-bag-Entleerstation im Baukastenprinzip

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23.06.2017 Die Konfiguration einer Produktionsanlage hat einen Anteil daran, einige Herausforderungen zu meistern: Eine breite Angebotspalette, schnelle Produktwechsel und kurze Reaktionszeiten sind wichtig im Wettbewerb um Kunden und Aufträge.

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Entscheider-Facts für Planer

  • Modulare Bauweise einer Anlage ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen ohne großen Aufwand sowie größere Flexibilität durch einfaches Auf- und Umrüsten.
  • Bei der vorgestellten Big-bag-Entleerstation in Modul-Bauweise lassen sich die einzelnen Anlagenbestandteile den Anforderungen und räumlichen Gegebenheiten entsprechend kombinieren.
  • Dieses Baukastensystem verkürzt die Lieferzeiten deutlich, da beim Hersteller einzelne Module auf Lager gefertigt werden können und so unmittelbar zur Verfügung stehen.

Modulare Anlagen bieten Planern größere Flexibilität, kürzere Lieferzeiten und bessere Kostenkontrolle.
Ein Beispiel hierfür ist die modulare Entleerstation für Big-bags, die der Anlagenbauer Azo entwickelt hat. Big-bag-Entleerstationen übernehmen tragende Aufgaben in der Food- und Pharma-Branche: Hier werden die Rohstoffe für Gewürz- oder Backmischungen, Zahnpasta oder Tabletten in den Produktionsprozess aufgegeben. Für das sichere und staubfreie Handling der meist pulverförmigen Rohstoffe haben sich Big-bags längst etabliert. Neu dagegen ist der modulare Aufbau der Entleerstation. Das Baukastensystem bietet die Möglichkeit, die Station mit vorgegebenen Elementen den Kunden-Anforderungen anzupassen und individuell zu konfigurieren. Mit dem modularen Baukastensystem ist die Entleerstation so flexibel wie die anpassungsfähigen Big-bags selbst: Vom Obergestell über Auflageplattform, Anschlusssysteme und Behälter bis hin zum Untergestell sind die Komponenten individuell zu kombinieren. Die Bauteile stehen jeweils in mehreren Varianten zur Verfügung. So lässt sich der Aufbau der Anlage exakt für die jeweils geforderten Bedingungen planen. Die signifikanten Vorteile dieses „Bausatzes“ sind flexible Konfiguration, kürzere Lieferzeiten und geringere Kosten.

Modulare Bauweise: Die Einzelkomponenten der Anlage (farbig markiert) sind in verschiedenen Varianten erhältlich und je nach Bedarf zu kombinieren. (Bild: Azo)

Modulare Bauweise: Die Einzelkomponenten der Anlage (farbig markiert) sind in verschiedenen Varianten erhältlich und je nach Bedarf zu kombinieren.
(Bild: Azo)

Varianz statt Einheitsgröße: Big-bag Entleerstationen müssen in unterschiedlichen Höhen und Ausführungen möglich sein. (Bild: Azo)

Varianz statt Einheitsgröße: Big-bag Entleerstationen müssen in unterschiedlichen Höhen und Ausführungen möglich sein. (Bild: Azo)

Einfach flexibel planen

Flexibilität und Planung – was wie zwei Gegensätze klingt, vereint im Anlagenbau das modulare Baukastenprinzip. Weil für jedes Element mehrere Varianten zur Verfügung stehen, hat der Betreiber bei der Entleerstation zahlreiche Möglichkeiten, die Anlage auf die eigenen Ansprüche und Bedingungen abzustimmen. Je nach Anforderungen kann er aus einem Baukasten die benötigten Komponenten wie Gestell, Traverse, Kettenzug, Austragungsunterstützung, Big-bag-Anschlusssystem, Pufferbehälter und Austragsorgan auswählen.
Die komplette Station ist ohne Konstruktionsaufwand frei konfigurierbar – bei zugleich steigender Planungssicherheit. Denn spezielle Anforderungen, die zuvor ausschließlich über Sonderanfertigungen zu lösen waren, sind mit der bedarfsgerechten Zusammenstellung der verfügbaren Module einfach abgedeckt. Durch die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten lassen sich so rund 70 % aller Kundenwünsche realisieren. Fordert der Kunde spezielle Lösungen, sind darüber hinaus auch weiterhin maßgeschneiderte Entleerstationen möglich.

Viele Module, weniger Kosten

Das Baukastensystem vereinfacht die Konfiguration der Entleerstation deutlich. Sonderanfertigungen werden seltener, bei der Anlagenplanung fallen weniger Engineering-Stunden an. Weil mit den vorgegebenen Komponenten zahlreiche Kombinationen möglich sind, reduziert sich auch beim Anbieter der Aufwand für die Konstruktion von früher häufig gefragten Sonderanfertigungen. Diese Entlastung kann das Unternehmen als Preisvorteil weitergeben: Je nach Zusammenstellung der Entleerstation und Ausführung der einzelnen Module sind Einsparungen bis 20 % möglich.
Aufgrund ihrer modularen Bauweise lassen sich zudem die Zeiten vom Auftragseingang bis zur Lieferung der Station deutlich verkürzen. Sind für Entleerstationen bislang Lieferzeiten von rund zwölf Wochen ab Bestellung Standard, ist die modulare Ausführung innerhalb von sechs bis acht Wochen lieferbar. Mit dieser deutlichen Zeitersparnis können Anlagenbetreiber ihre Produktion einfacher umstellen oder neue Produktlinien schneller starten. Möglich ist die verkürzte Durchlaufzeit, weil sich einzelne Module auch auf Lager produzieren lassen und somit auf Abruf verfügbar sind.

Heftausgabe: Juni 2017
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Über den Autor

Alois Billigen, Director Marketing/Documentation, Azo
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