Mineralöl-Rückstände

BLL: „Foodwatch sollte sich endlich an Fakten orientieren“

07.12.2016 Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) äußert sich zu Testergebnissen von Foodwatch, dieses Mal zu Mineralöl-Rückständen in Schokoladen-Weihnachtsmännern und Lebkuchen.

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BLL: „Foodwatch sollte sich endlich an Fakten orientieren“

Zwei Nikoläuse fielen negativ auf, insgesamt stellt Foodwatch aber eine positive Entwicklung fest. (Bild: Osterland – Fotolia)

„Foodwatch sollte sich endlich an Fakten orientieren anstatt den Fokus auf das Spendensammeln zur Weihnachtszeit zu legen“, erklärt BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. „Erstens arbeiten die Hersteller seit sechs Jahren erfolgreich an Minimierungsstrategien von Mineralölrückständen und zwar freiwillig und nicht auf öffentlichen Druck. Zweitens sind diese Minimierungsmaßnahmen überaus erfolgreich, wie zuletzt auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Sachen Adventskalender festgestellt hat. Und drittens können Mineralölrückstände nicht ausnahmslos vermieden werden, da Mineralölprodukte in unserer Umwelt überall präsent sind und deshalb in Spuren auf verschiedenen Eintragswegen in ein Lebensmittel gelangen, ohne dass die Hersteller Einfluss darauf haben. Wir reden hier aber von solch minimalen Spuren, dass sie in keiner Weise eine gesundheitliche Gefährdung darstellen.“

Mit der Stellungnahme reagiert der BLL auf einen pünktlich zu Nikolaus auf foodwatch.org erschienenen Labortest, in dem insgesamt 20 Weihnachts-Süßwaren getestet wurden. Bei zwei Schoko-Weihnachtsmännern fanden die Tester dabei krebsverdächtige Mineralöle; insgesamt stellte die Untersuchung aber im Vergleich zu früheren Tests rückläufige Mineralöl-Belastungen fest.

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