Clevere Lösung

Bodenablassventil mit eingebautem Sensor vermeidet neue Behälterzugangsstelle

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27.05.2015 Der Bedarf an prozessanalytischer Technologie zur Optimierung pharmazeutischer und feinchemischer Herstellungsprozesse ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Eine besondere Herausforderung beim Einsatz von Prozessanalysentechnik (PAT) ist die Suche nach geeigneten Zugangsstellen am Behälter. Hierzu wurde eine Lösung entwickelt: ein Ventil mit eingebautem PAT-Sensor.
  • In einer Lösestation eines weltweit bekannten Pharmaherstellers in Irland optimiert diese Produktentwicklung deutlich den Produktionsprozess.
  • Der Liquisonic-Sensor verfügt über eine hohen Messgenauigkeit von ± 0,05 m%, die im Gegensatz zu anderen Messverfahren kaum von Belagsbildungen abhängig ist.

Grund ist der beachtliche Nutzen, der mit der Echtzeit-Reaktions-überwachung verbunden ist. So kann auf Abweichungen von Referenzwerten sofort reagiert werden, indem Prozesseinstellungen geändert werden. Dadurch lassen sich Fehlchargen vermeiden, Kosten senken und die Produktqualität sichern. Zusätzlich reduziert sich sowohl der Aufwand für Probenentnahmen und -analysen als auch der Verbrauch von Energie und Material.

Messen ohne zusätzlichen Prozessadapter
Die Herstellungsprozesse lassen sich mit Sensoren überwachen, die entweder direkt im Behälter oder in der Rohrleitung eingebaut werden. Erfordert eine effektive Prozessanalyse den Einbau im Behälter, besteht die eigentliche Herausforderung darin, eine geeignete Zugangsstelle zu finden. Ein Behälterumbau ist teuer, mit Revalidierung verbunden oder in bestimmten Fällen technisch nicht möglich. Bei kleinen Chargen kann auch der Zugang von oben kritisch sein, da der Behälter nicht komplett gefüllt ist.

Als ein großer, global tätiger Pharmahersteller Sensoren in einige Reaktoren integrieren wollte, entschied sich dieser für eine kosteneffiziente Lösung – ein Bodenablassventil mit eingebautem Sensor, der kontinuierlich und präzise Konzentrationen, Phasenänderungen und chemische Reaktionen in Prozess-
flüssigkeiten überwacht. Dadurch entfiel die Erfordernis, die bestehenden Behälter umzubauen. Der Liquisonic-Sensor von Sensotech ist in den Ventilkegel eingebaut und hat direkten Kontakt mit der Behälterflüssigkeit, so dass kein Totraum entsteht. Die Kombination erlaubt ein effektives Messen von relevanten Parametern ohne jegliche zusätzlichen Prozessadapter. Das Ventil ist aus diesem Grund eine kosteneffiziente Option, das die Implementierung von prozessanalytischer Technologie sowohl in vorhandene als auch in neue Reaktoren ermöglicht.

Da die Technik am Behälterboden angebracht ist, können die Produktdaten auch bei geringem Behälterfüllstand inline überwacht werden. Aufgrund der speziellen Ventilkonstruktion entweicht die Prozessflüssigkeit entlang der Ventilspindel nicht nach unten. Bei Bedarf kann der Sensor zwischen den einzelnen Chargen schnell und einfach entfernt werden, ohne das Ventil vom Behälter abmontieren zu müssen. Beim Ventilhersteller Schuf steht eine große Auswahl an Spezifikationen zur Verfügung. Hierzu gehört unter anderem ein breites Spektrum an Antriebstypen, Größen, Zubehör und Materialien wie Edelstahl, Hastelloy sowie Emaille- und PFA-Beschichtung.

Heftausgabe: Juni 2015
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Über den Autor

Rebecca Dettloff. Marketingleiterin, Sensotech, Holger Müller, Vertriebsleiter Europa, Schuf Chemieventile Vertriebs GmbH
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