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Boehringer Ingelheim baut Technikum für 50 Mio. in Biberach

04.06.2012 Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim errichtet am Forschungs- und Entwicklungsstandort Biberach für mehr als 50 Mio. Euro eine Pilotanlage für die Produktion neuentwickelter pharmazeutischer Wirkstoffe. Mit der Errichtung des neuen Technikums stellt das Unternehmen sicher, dass die Substanzen aus der gut gefüllten „Forschungspipeline“ in den erforderlichen Mengen für die klinischen Studien bereit stehen.

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Neues Technikum in Biberach: Boehringer Ingelheim baut Entwicklungskapazitäten aus (Bild: Boehringer Ingelheim)

„Um auch in Zukunft Neueinführungen in Therapiegebieten mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf wie Diabetes, Onkologie, Hepatits-C, Idiopathische Lungenfibrose und Asthma unterbreiten zu können, müssen wir jetzt investieren“, erläuterte Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung, bei der Grundsteinlegung in Biberach. Das neue Technikum soll Anfang 2014 fertig gestellt werden.

Im Forschungs- und Entwicklungsprozess für neue Arzneimittel steigt der Mengenbedarf für einen neuen Wirkstoff mit zunehmendem Fortschritt stetig an. Während in der frühen Forschungsphase Substanzmengen im Milligrammbereich ausreichen, nimmt der Bedarf für toxikologische und pharmazeutische Untersuchungen in späteren Phasen auf zwei- bis dreistellige Kilogrammmengen deutlich zu. Die neue Pilotanlage in Biberach wird mit 15 chemischen Reaktoren, die über ein Volumen von 100 bis zu 300 l verfügen, diese Substanzmengen liefern können.

Das neue Technikum hat eine Nutzfläche von rund 2.700 m2 und wird unter anderem über vier Fertigungstrakte und vier Syntheselaboratorien verfügen, in denen die Prozessübertragung vom Labor- auf den Technikumsmaßstab bearbeitet wird. Allein im vergangen Jahr hat das Pharmaunternehmen mehr als 2,5 Mrd. Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel investiert.

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