Markt

Boehringer und Sanofi verhandeln über strategischen Tausch

15.12.2015 Boehringer Ingelheim und Sanofi haben eine Vereinbarung über exklusive Verhandlungen zu einem strategischen Tausch zweier Geschäftsbereiche unterzeichnet. Die angestrebte Transaktion bestünde aus einem Austausch des Geschäfts für Tiergesundheit von Sanofi (Merial) und dem Selbstmedikations-Geschäft (CHC) von Ingelheim.

Anzeige
Bild für Post 93349

Die angestrebte Transaktion bestünde aus einem Austausch des Geschäfts für Tiergesundheit von Sanofi (Merial) und dem Selbstmedikations-Geschäft (CHC) von Ingelheim (Bild: Boehringer Ingelheim)

Ausgenommen von der Transaktion wäre das chinesische CHC Geschäft von Boehringer Ingelheim. Die Transaktion würde zusätzlich eine Barzahlung an Sanofi in Höhe von rund 4,7 Mrd. Euro einschließen, die den Wertunterschied der beiden Geschäftsbereiche ausgleicht.

Das Geschäft für Tiergesundheit ist ein attraktiver Bereich hinsichtlich Innovationen, Wachstumspotenzial und Profitabilität. Durch die Kombination von Boehringer und Merial entstünde der zweitgrößte Anbieter im weltweiten Markt für Tiergesundheit mit einem erwarteten pro forma Umsatz von rund 3,8 Mrd. Euro in 2015. Mit dem gemeinsamen Produktportfolio sowie den bestehenden Technologieplattformen für Impfstoffe und anti-parasitische sowie pharmazeutische Spezialprodukte, würde sich das Unternehmen in den wichtigen Wachstumssegmenten der Branche platzieren. Das Angebot beider Unternehmen für unterschiedliche Spezien ist hochkomplementär und basiert auf Merials Expertise im Bereich der Haustiere und Geflügel sowie Boehringer Ingelheims Expertise im Bereich Schweine.

Durch die Transaktion des CHC von Boehringer würde Sanofi mit einem pro forma Umsatz von etwa 5,1 Mrd. Euro in 2015 und einem globalen Marktanteil von nahezu 4,6 % auf Platz eins der Marktteilnehmer im Bereich CHC aufsteigen. Der Umsatz des Selbstmedikations-Geschäftes von Boehringer (ohne China) liegt im Jahr 2015 schätzungsweise bei etwa 1,6 Mrd. Euro. Sanofi würde Zugang zu bekannten Marken in den Bereichen Spasmolytika, Behandlung gastrointestinaler Beschwerden, Schmerzmittel, Vitamine, Mineralien und Zusatzstoffe sowie Analgetika erhalten und eine kritische Größe bei Husten- und Erkältungsmedikamenten erreichen. Das CHC-Geschäft des Unternehmens in den USA, Europa, Lateinamerika und Eurasien würde zudem deutlich erweitert, wodurch das Unternehmen zahlreiche führende Positionen in Kernmärkten bzw. bei Kern-Produktkategorien erreichen würde.

Hier finden Sie die Originalmeldung mit weiteren Informationen zu dem geplanten Tausch.

 

Anzeige
Loader-Icon