Pressekonferenz auf der Interpack

Bosch Packaging: Umsatz stabil & neue Struktur

08.05.2017 Bosch Packaging Technology hat im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro erzielt und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau. Wie bereits in den Jahren zuvor verteilt sich der Umsatz des Anbieters von Prozess- und Verpackungstechnik zu etwa gleichen Teilen auf den Pharma- und Nahrungsmittelbereich.

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Dr. Stefan König, Vorsitzender der Geschäftsführung von Robert Bosch Packaging Technology (links), und Uwe Harbauer, Geschäftsführer Robert Bosch Packaging, bei der Pressekonferenz auf der Interpack 2017. (Bild: Redaktion)

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Auf der Interpack 2017 standen bei Bosch die Themen Industrie 4.0 und Linienkompetenz im Mittelpunkt. (Bild: Bosch)

„Wir haben 2016 damit begonnen, das Unternehmen strategisch noch stärker in Richtung Industrie 4.0 und Komplettlösungen auszurichten“, erklärt Dr. Stefan König, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verpackungstechniksparte, auf der Pressekonferenz der Interpack 2017. „Wir haben eine Vielzahl von Einzelmaschinen, Komplettlinien und -systemen ausgeliefert. Und wir werden immer bessere und zunehmend vernetzte Maschinen bauen. Besser heißt: noch zuverlässiger, einfacher bedienbar sowie flexibler bei gleichzeitig hoher Ausbringung. Zudem haben wir mehr große schlüsselfertige Projekte umgesetzt.“ Dies gelte für flüssige und feste Produkte in der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie gleichermaßen.

Europa beim Umsatz vorne

Viele Einheiten haben sich im vergangenen Jahr laut Bosch gut entwickelt. Hervorzuheben seien die Pharmastandorte in Crailsheim und Schopfheim, das Center of Competence für vertikale Schlauchbeutelmaschinen in Weert in den Niederlanden, Ampack in Königsbrunn sowie das Geschäft in Indien. Damit fällt die Bilanz 2016 für Europa besonders erfreulich aus: Der Umsatzanteil dieser Region ist auf 40 % gewachsen. Nord- und Südamerika steuern 31 % bei, 29 % kommen aus Asien und Afrika. Ein zweistelliges Umsatzplus verzeichnete Bosch Packaging Technology in Lateinamerika. Der Umsatz in Nordamerika ist auf hohem Niveau stabil geblieben, in Asien lag er unter dem Vorjahreswert.

Einfachere Organisationsstruktur

Um die Strategie zielgerichteter umzusetzen, hat Bosch die Struktur des Geschäftsbereiches vereinfacht. Das Unternehmen ist jetzt in zwei statt bisher vier Produktbereiche gegliedert – Pharma und Food. Denn der Kunde profitiere umso mehr, je besser und enger die technischen Entwickler der Anlagen, die Service- und IT-Experten zusammenarbeiten. „Wir sind überzeugt, dass unser Portfolio in naher Zukunft immer die Kombination aus Maschinen und Services inklusive vernetzter Lösungen umfassen wird”, kommentiert König. Bosch Packaging Technology profitiert dabei von seinem Standortnetzwerk rund um den Globus. „Der Vorteil für den Kunden ist klar: Er erhält eine integrierte Projektbearbeitung von Beginn an. Und er generiert Mehrwert durch aufeinander abgestimmte Anlagenkonzepte bis hin zu Industrie 4.0-Lösungen auf allen Ebenen seines Produktionsprozesses. Zusätzlich bieten wir ihm zunehmend digital vernetzte Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette”, so König weiter.

Aktiver Begleiter der digitalen Transformation

Bosch Packaging Technology legt auf der interpack 2017 den Schwerpunkt auf Industrie 4.0-Lösungen. Hierbei greift das Unternehmen auch auf die Kompetenz innerhalb der Bosch-Gruppe zurück: Für die Instandhaltung und den Maschinen-Einrichter ist beispielsweise das Maintenance Support System (MSS) konzipiert, das vom Bosch-Bereich für Montageanlagen und Sondermaschinen entwickelt wurde und bereits in zahlreichen Bosch-eigenen Werken im Einsatz ist. Das MSS unterstützt bei allen Instandhaltungsarbeiten; Laufwege und Reparaturzeiten sinken signifikant, Ersatzteile werden nicht gesucht, sondern sofort gefunden. Ist ein Problem erkannt, kann ein Servicemitarbeiter sofort mit allen Informationen auf seinem mobilen Endgerät versorgt werden. Für eine verbesserte Prozessqualität liefert die Condition Monitoring Plattform detaillierte Informationen über den jeweiligen Maschinen-, Linien- oder Prozessstatus. Auf Basis vordefinierter Toleranzgrenzen – wie Temperatur oder Taktzeit – werden Maschinenbediener automatisch bei einer Abweichung benachrichtigt. Das sichert die Prozessqualität ab und ermöglicht es, rechtzeitig einzugreifen, wenn eine Störung auftritt. Bosch bietet Kunden darüber hinaus künftig an, Daten aus der Condition Monitoring Plattform durch hauseigene Experten auszuwerten und Empfehlungen für präventive Wartungsaktivitäten und Anlagenoptimierung zu ermitteln. Als Ausblick in die nahe Zukunft zeigt das Unternehmen Augmented Reality-Lösungen, die neue Möglichkeiten im Service eröffnen, etwa bei Maschinenwartung oder Formatwechseln.

Rechtlich eigenständige GmbH

Die Robert Bosch Packaging Technology GmbH präsentiert sich auf der interpack 2017 erstmals als rechtlich eigenständige Gesellschaft. Seit dem 2. Mai zählen die deutschen Standorte Crailsheim, Viersen und Waiblingen zur neuen GmbH. Bis 2020 will das Unternehmen auch die Standorte der Tochtergesellschaften Ampack in Königsbrunn, Hüttlin in Schopfheim, Pharmatec in Dresden und Packaging Systems in Remshalden formal integrieren.

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