Markt

BPI: Nur geringes Wachstum der pharmazeutischen Industrie

22.09.2004

Anzeige

Die pharmazeutische Industrie in Deutschland hat im Jahr vor der Gesundheitsreform nur ein geringes Wachstum verzeichnet, im Bereich der Biotechnologie gab es 2003 sogar starke Einbrüche. Diese Bilanz zog BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp anlässlich der Vorlage der aktuellen Pharma-Daten 2004. 


Nach einem starken Rückgang der Produktion in 2002 sei im vergangenen Jahr wieder ein geringes Wachstum von 2,9% auf 21,3 Mrd. Euro zu verzeichnen gewesen. Erfreulicherweise sei auch die Zahl der Beschäftigten in der pharmazeutischen Industrie auf 118.720 (plus 2,9%) gestiegen. Damit sei man allerdings immer noch ein ganzes Stück von dem Stand von 1995 entfernt, als die Branche knapp 123.000 Menschen beschäftigte.


Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) habe 2004 nur 2% mehr für Arzneimittel ausgegeben als im Jahr zuvor. Insgesamt beliefen sich die Arzneimittelausgaben auf 24,2 Mrd. Euro und machten damit rund 17% der GKV-Gesamtausgaben von 144,5 Mrd. Euro aus.


Die gering gestiegenen Mehrausgaben der GKV für Arzneimittel seien laut GKV-Arzneimittel-Index nicht auf gestiegene Arzneimittel-Preise zurückzuführen. So sei die Preisentwicklung 2003 mit -0,6% sogar rückläufig gewesen. Betrachte man den Zeitraum von 1992 bis 2003 so seien die Arzneimittelpreise sogar um durchschnittlich 4,1% gesunken, während die Lebenshaltungskosten im gleichen Zeitraum um 21,3% gestiegen seien. Das zeige eindeutig, dass die Arzneimittelhersteller keine Preistreiber seien. Die Ausgabensteigerung bei der GKV resultiere aus einem Mehrbedarf an Arzneimitteln aufgrund einer älter werdenden Gesellschaft und aus Neuentwicklungen.


In der Biotechnologie-Branche fiel nach Fahrenkamps Angaben der Umsatz im vergangenen Jahr um 5% auf 960 Mio. Euro. Die Zahl der Unternehmen ging auf 350 zurück (-3%), die Zahl der Mitarbeiter auf 11.535 (-14%).

Anzeige
Loader-Icon