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BVE: Kompromiss zur EU-Agrarreform akzeptabel

10.07.2013 Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Berlin, sieht den Kompromiss zur europäischen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2014 bis 2020 mit gemischten Gefühlen. Immerhin sei das ausgehandelte Kompromisspaket gegenüber dem ersten Vorschlag der Kommission positiver zu bewerten.

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BVE: Kompromiss zur EU-Agrarreform akzeptabel

Der BVE moniert bei aktuellen EU-Beschluss zur europäischen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2014 bis 2020, dass die sichere Rohstoffversorgung der Lebensmittelhersteller nicht genügend berücksichtigt wurde (Bild: Sly-Fotolia)

„Wir hätten uns gewünscht, dass die Anforderungen der Lebensmittelhersteller an eine sichere Rohstoffversorgung stärker berücksichtigt werden“, erklärt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des BVE. Immerhin wurde die vorgeschlagene ökologische Flächenstilllegung von 7 % auf 5 % abgeschwächt und die Möglichkeit eröffnet, diese Flächen weiter für den landwirtschaftlichen Anbau – zum Beispiel von Eiweißpflanzen – zu nutzen. „Es war richtig, dass sich angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln die Bundesregierung dafür eingesetzt hat, dass durch die Agrarreform keine vollständige Herausnahme von landwirtschaftlichen Flächen aus der Produktion erfolgt“, sagt Minhoff.

Die BVE teilt grundsätzlich die in der GAP vorgesehenen Umweltschutzziele und hatte sich im Rahmen der Agrarreform für eine weitere Marktorientierung der Landwirtschaft und eine stärkere Berücksichtigung der Rohstoffherausforderungen der Ernährungsindustrie ausgesprochen. „Über die EU-Agrarpolitik hinaus müssen Politik und Wirtschaft gemeinsam eine Strategie finden, wie die Rohstoffversorgung der Lebensmittelhersteller am Standort Deutschland dauerhaft gesichert werden kann“, appelliert deshalb Minhoff an die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft.

(dw)

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