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Chemieindustrie in Europa mit hoher Auslastung in 2014

24.12.2014 Im zu Ende gehenden Jahr 2014 hat die Kapazitätsauslastung in der Chemie im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren einen Höchststand erreicht. Wie der EU-Chemieverband Cefic meldet, wuchs die Produktion in der Branche zwar nur um 0,9 Prozent, doch der Umsatz der EU-Chemieunternehmen lag nur um 0,8 Prozent unter dem bisherigen Höchststand von 2008. 

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Chemieindustrie in Europa mit hoher Auslastung in 2014

Produktionsentwicklung in der europäischen Chemie (Bild und Daten: Cefic)

Aus Sicht von Cefic-Generaldirektor Hubert Mandery ist das Wachstum allerdings nur „anämisch“. „Vor allem in der energieintensiven Petrochemie wird die Produktion weiter fallen. Wir brauchen eine Energiepolitik in Europa, die den Bedarf an Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen deckt“, so Mandery.

In den ersten drei Quartalen verzeichnete der Verband in lediglich ein schleppendes Wachstum, was vor allem auf den Rückgang in der Petrochemie (-2,8 %) zurückzuführen ist. In der Spezialchemie stieg die Produktion dagegen um 3,3 %. Auch bei Konsumerchemikalien konnte ein Plus von 1,8 % und bei Polymeren ein Wachstum von 0,8 % verzeichnet werden. Die Preise sanken in den ersten drei Quartalen um 1,7 %.

Vertrauen auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren
Der Vertrauensindikator in der EU-Chemie (CCI) stieg im Oktober und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2011. Die Auslastung erreichte im dritten Quartal 2014 81,3 %.

Ausblick für das Jahr 2015
Die Chemieproduktion in der EU wird dem Verband zufolge voraussichtlich auch in 2015 weiter wachsen, allerdings haben sich bei den Herstellern die Erwartungen über das Tempo des europäischen und globalen Wirtschaftswachstums in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Der Chemieverband rechnet für die Chemieproduktion in der EU für 2015 mit einem Wachstum von 1 %.

Hier finden Sie die  Pressemeldung des Chemieverbandes mit weiteren Details.

(as)

 

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