Hygienische Fördergurte für die Zuckerindustrie

Contitech beliefert größten Zuckerterminal Europas

19.03.2018 Seit Oktober 2017 ist die Zuckerquote der EU Vergangenheit, dadurch wird der Export lukrativ. Für Förderanlagen im Hafen von Antwerpen hat Contitech weiße Lebensmittel-Fördergurte geliefert, welche die hohen Hygieneanforderungen erfüllen.

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Die weißen Fördergurte erfüllen strenge Anforderungen für Lebensmittelzertifikate. (Bild: Contitech)

Contitech lieferte die weißen Fördergurte für den Im- und Export-Terminal der Euroports-Gruppe im Hafen von Antwerpen. Der Terminalbetreiber rechnet mit einer deutlichen Erhöhung der Exportmengen europäischen Rübenzuckers, seit die Europäische Union im Oktober 2017 die Quoten für dessen Produktion in Europa abgeschafft hat. Erst kürzlich investierte das Unternehmen 30 Mill. Euro, um seine Umschlagkapazitäten zu erhöhen und die Qualität des Warenumschlags zu verbessern. Mit einer Lagerkapazität von 260.000 Tonnen verfügt Euroports bereits jetzt über den größten Zuckerterminal Europas. Im Zuge der Kapazitätserweiterung und Optimierung beschloss das Unternehmen Ende letzten Jahres, seine Förderanlage komplett zu erneuern und mit weißen Lebensmittel-Fördergurten von Contitech auf den neuesten Stand zu bringen.

Hohe Qualitätsanforderungen erfüllt

Anlagen oder Geräte, die mit Zucker in Berührung kommen, werden nach strikten Normen und Standards der Lebensmittelindustrie hergestellt. Contitech war in der Lage die erforderlichen Lebensmittelzertifikate sowie Qualitätsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die benötigte kurze Lieferzeit einzuhalten. „Nach sechs Wochen konnten die ersten Fördergurte bereits installiert werden“, erzählt Stephan Weisgerber Geschäftsführer von Contitech in Finnland, von wo aus das Förderband geliefert wurde. Euroports ist nach dem IFS (International Featured Standards) zertifiziert. Rund um den Globus arbeiten Hersteller und Händler mit den IFS-Standards, um den wachsenden Anforderungen durch die Globalisierung mit Qualität, Transparenz und Effizienz zu begegnen. Die Zertifizierung umfasst acht Standards, die für und von Beteiligten aus allen Teilen der Lieferkette entwickelt wurden. Entsprechend galt es auch für Contitech, diese strikten Standards zu erfüllen.

Hygienische Lösungen für sensible Bereiche

Für die Lebensmittelindustrie sind die Anforderungen in puncto Hygiene besonders hoch. Das beginnt bereits bei der Herstellung der Fördergurte. „Wir arbeiten außerdem zusammen mit unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung an neuen Mischungen, um unser Produktprogramm zu erweitern. Wir erhalten Nachfragen für Fördergurte für Salz, Getreide oder Backwaren und Obst, Gemüse, Fleisch oder auch Arzneimittel – alles, was für den Menschen besonders sensibel ist. Für unsere Kunden ist es von Vorteil, dass wir unsere eigenen Mischungen herstellen. Wir können diese von einem externen Institut zertifizieren lassen und je nach Anforderung spezielle Mischungen entwickeln. Auch die Fördergurte für das Zuckerlager in Antwerpen haben wir passgenau auf die Bedürfnisse von Euroports zugeschnitten“, betont Weisgerber.

Fast alle Fördergurte für die Lebensmittelverarbeitung sind so entwickelt, dass sie hochbeständig sind gegen tierische Fette, Pflanzen- oder Mineralöle sowie zahlreiche Chemikalien. Umgekehrt stellt der Hersteller sicher, dass sich die Bestandteile der Kautschukmischung nicht auf die Lebensmittel übertragen, die von den Gurten transportiert werden. Je nach Gummiqualität sind die Fördergurte antistatisch, hitze- oder ölbeständig. Welche Eigenschaften benötigt werden, hängt vom Fördermaterial und der Umgebung ab, in der die Gurte eingesetzt werden. Fast alle organischen Stoffe wie Mehl oder Zucker können verheerende Staubexplosionen verursachen. Die Fördergurte, die in Antwerpen Zucker transportieren sind deshalb schwer entflammbar und antistatisch, um mögliche Explosions- und Brandgefahren auszuschließen.

(kk)

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