Trübungsmessung in der Getränkeindustrie

Der Sensor macht‘s

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

27.10.2017 In vielen Bereichen der Lebensmittelindustrie gehört sie zu den Standard-Messverfahren: die Trübungsmessung. Wichtig ist sie beispielsweise, wenn ein Betreiber unterschiedliche Medienphasen trennen, die Produktqualität überwachen oder Reinigungsprozesse optimieren will.

Anzeige

Entscheider-Facts für Betreiber

  • Durch immer weiter fortschreitende Optimierung der Prozesse in der Getränkeindustrie steigen auch die Anforderungen an Messgeräte, im Speziellen an die Trübungsmessung zur Phasentrennung und Produktkontrolle.
  • Eine patentierte Kugellinse kommt diesen Ansprüchen nach und vereint direkt mehrere Vorteile zur Optimierung der Prozesskette in einem.
  • Störeinflüsse, Ablagerungen und Verschleiß können Anwender durch den Sensor ausschließen, wobei eine hygienische Prozesseinbindung, einfache Integration sowie eine einfache Bedienung gewährleitet sind.
exner-milk-print_quer-2017-07-26

In der Getränkeindustrie, und vor allem bei Milchprodukten, steht die Hygiene an oberster Stelle.

Hierbei kommen häufig Geräte zum Einsatz, die nach dem Rückstreuprinzip arbeiten. Hier senden die Sensoren während des Prozesses Lichtwellen in das Medium und werten den reflektierten Anteil für die Messung aus. Speziell bei hohen Trübungswerten, wie in Milch, Rahm oder Molke ist das Rückstreuprinzip ein zuverlässiges und bewährtes Messverfahren. Die weithin bekannten Durchlicht-Sensoren, die auf dem Prinzip der Absorptionsmessung funktionieren, kommen bei den hohen Trübungswerten allerdings an ihre physikalischen Grenzen.

Anspruchsvolles Klientel

Durch die immer weiter fortschreitende Optimierung der Prozesse, steigen im gleichen Zuge die Anforderungen an die Messgeräte, im Speziellen an die Trübungsmessung zur Phasentrennung und Produktkontrolle. Hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Messwerte sind in der Branche mittlerweile selbstverständliche Forderungen. Gleichzeitig sollen Lösungsanbieter Störeinflüsse durch mögliche Luftblasen im Prozess, Ablagerungen am Messfenster oder mechanischen Verschleiß möglichst vollständig ausschließen. Hygienische Prozesseinbindungen sind dabei ebenso unabdingbar, wie eine einfache Bedienung und Integration in ein Prozessleitsystem. Wichtig ist zudem die Möglichkeit, die eingesetzten Geräte über den gesamten Messbereich hinweg einfach überprüfen zu können, um so die einwandfreie Funktion nachzuweisen. All dies sind legitime Anwenderforderungen, um eine sichere Prozessbeherrschung zu ermöglichen, die bisher jedoch kaum ein Gerät erfüllen kann.

 

image005

Die Linse steht im direkten Kontakt mit dem Medium, ohne dass es zur Blasenbildung kommt.

Keine Blasen oder Verschmutzungen

Die Firma Exner Process Equipment hat gemeinsam mit ihrem Entwicklungs- und Vertriebspartner Seli Automatisierungstechnik einen NIR-Rückstreusensor entwickelt, der die hohen Marktanforderungen erfüllt. Der in der Lebensmittelbranche exklusiv durch die Seli vertriebene Sensor STS 05 hat eine völlig neue Messoptik erhalten, deren patentierte Kugellinse direkt mehrere Vorteile vereint: Bedingt durch die spezielle Linsenform, erfolgt die Messung direkt an der Grenzfläche zum Produkt, wodurch sich speziell bei hohen Trübungswerten Fehlmessungen durch eine Kombination aus Absorption und Reflektion ausschließen lassen. Die Kugelform verhindert zudem starke Verwirbelungen an der Grenzfläche – eine hohe Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit sind die Folge. An der Kugellinse können sich, im Gegensatz zu flachen Messfenstern, keine Luftblasen mehr ansammeln. Dadurch werden die durchgeführten Messungen nicht mehr verfälscht. Die aus hoch widerstandsfähigem Saphir hergestellte Linse ist unempfindlich gegenüber Abrasion und steht direkt im Messmedium, das die Linse im Vorbeifluss kontinuierlich reinigt. Da eine Kugel gegenüber einer Scheibe deutlich druckstabiler ist, ist ein Splittern der Optik auch bei extremen Druckschlägen ausgeschlossen. Dadurch ist sie optimal für einen Einsatz direkt im Endprodukt geeignet.

Heftausgabe: November 2017
Seite:
Anzeige

Über den Autor

Detlef Exner, Geschäftsführer, Exner Process Equipment
Loader-Icon