Verpackungslösung für klebrige Nahrungsmittel

Der Widerspenstigen Zähmung

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25.08.2017 Besser als ihr Ruf: Gummibärchen sind vor allem als Süßigkeit bekannt – können aber mehr. Aufgeladen mit Vitaminen schmecken sie nicht nur, sondern gleichen auch Ernährungsdefizite aus.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Stückgenaues Abfüllen ist nie einfach. Wenn das Produkt dann auch noch eine klebrige Oberfläche hat, brauchen Betreiber eine spezielle Lösung.
  • Im Anwendungsfall stellte sich eben diese Problematik einem Hersteller von Gummibärchen, der diese mit hoher Dosiergenauigkeit in unterschiedlich große Gefäße abfüllen wollte.
  • Mit der gefundenen Lösung konnte der Betreiber nicht nur die gewünschte Präzision erreichen, sondern auch schnelle Formatwechsel realisieren.

Bis solche aber beim Konsumenten ankommen, bereiten sie den Herstellern nicht selten Kopfzerbrechen. Denn in der Verarbeitung erfordern anhaftende Oberflächen und zuckrige Bestandteile besondere Dosier- und Verpackungslösungen. Optima hat Projekte für eine Vielzahl an Behältnissen mit hoher Leistung realisiert. Die Füllgenauigkeit kann dabei Stückgenau sein.

Klebt gut, fließt gut

Klebrig anhaftende Oberflächen verschlechtern häufig die „Fließ“-Eigenschaften des Produkts – sich lösende zuckrige Oberflächen, die in Lager oder andere Stellen der Anlage eindringen, würden bald schon der Anlagengesundheit schaden. Zudem sind Gummibärchen – je nach Format – gewissermaßen dickköpfig bis widerspenstig: Vor allem, wenn sie in Behältnisse zu dosieren sind, die einen vergleichsweise kleinen Durchmesser an ihrer Mündung aufweisen. Gleichzeitig ist eine schonende und dabei stückgenaue maschinelle Verarbeitung gefordert, denn die Gummibärchen müssen den Konsumenten in rundum unversehrtem Zustand erreichen. Für stückige und zugleich anhaftende Produkte haben sich Mehrkopfwaagen vielfach als überlegene Dosierlösung erwiesen. Dabei ist die Anlage des Unternehmens für das Flaschenaufstellen, das Ausblasen, den Transport, das Einbringen der Gummibärchen in die Behältnisse, das Kontrollieren sowie das Verschließen zuständig. Die Verpackungsmaschine sowie die Multipond Mehrkopfwaage verfügen regelmäßig jeweils über eigene Steuerungen. Dabei sind beide Maschinen mit-einander synchronisiert.

Bären im Takt

Die vollautomatisierte Verpackungslösung startet mit einem Vorratsbunker, in den der Betreiber die Behältnisse lose in großen Mengen gibt. Per Elevator und Sortierung erreichen die Kunststoff-Gebinde einen Flaschenaufsteller, der diese in die Senkrechte bringt und in Linie für den Weitertransport aufreiht. Nun dreht eine Ausblasmaschine die Behältnisse auf den Kopf und entfernt vorhandene Partikel per Luftstrom, den das System zugleich nach unten absaugt. Gleichzeitig führt ein Zuführband die Gummibärchen kontinuierlich der Mehrkopfwaage zu. Die oberste Ebene, eine sich drehende Verteilscheibe, dient dem gleichmäßigen Verteilen der Gummibärchen in die Wiegeschalen. Auf der Ebene darunter ermittelt die Anlage das Gewicht der Gummibärchen in den einzelnen Schalen. Die nächste Ebene mit Schalen dient als Zwischenspeicher der bereits verwogenen Teilmengen, was die Kombinationsmöglichkeiten der Schalengewichte erhöht. Der Rechner der Mehrkopfwaage ermittelt aus allen zur Verfügung stehenden Teilmengen diejenige Schalenkombination, die dem Zielgewicht innerhalb einer Toleranz entspricht. Auf diese Weise gelingt es, die Bären bei einer Leistung von über 100 Behältnissen/min. stückgenau zu dosieren.

Heftausgabe: August 2017
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Über den Autor

Sabine Gauger, Marketing Director, Optima
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