Grenzbereiche sicher meistern

Die Entwicklung von Druckmittlersystemen für Vakuumprozesse

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15.04.2015 Die heutige Messtechnik in industriellen Anwendungen kann - fast - alles. Bei bestimmten physikalischen Gesetzmäßigkeiten stößt sie weiterhin an ein Limit. Ab einem solchen Punkt ist eine Messung, welcher Art und Qualität auch immer, nicht mehr möglich.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Druckmittler werden in der Industrie vor allem dort eingesetzt, wo der Messstoff das eigentliche Messgerät nicht berühren darf. Sie sind direkt an das Messgerät gebaut oder mit einer Kapillarleitung verbunden.
  • Auf der Basis sämtlicher Untersuchungen einer Messreihe wurden vier Kategorien Druckmittlersysteme für Vakuumanwendungen konzipiert – drei standardisierte und eine anwenderspezifische Lösung.
  • Anhand von Diagrammen kann der Anwender nachvollziehen, welches Druckmittlersystem in seinem Prozess den Messbereich optimal ausschöpfen würde.

Aber es bedeutet einen entscheidenden Unterschied für die Effizienz und Qualität bestimmter Industrieprozesse, wenn der kritische Grenzbereich exakt ausgelotet und der messtechnische Spielraum bis zum Defekt des Geräts vollständig ausgeschöpft werden kann. Das lässt sich an der Entwicklung von Druckmittlersystemen für Vakuumprozesse nachvollziehen.

Druckmittler werden in der Industrie vor allem dort eingesetzt, wo der Messstoff das eigentliche Messgerät nicht berühren darf. So können korrosive, hochviskose oder stark erhitzte Medien ein Manometer, einen Druckmessumformer oder einen Druckschalter in direktem Kontakt beschädigen, das Messergebnis verfälschen und zusätzliche Wartungs- und Materialkosten verursachen. Druckmittler sind direkt an das Messgerät gebaut oder mit einer Kapillarleitung verbunden. Die zweite Variante bietet sich bei ungünstigen Einbauumgebungen an, wenn das Messgerät an der Messstelle keinen ausreichenden Platz hat oder schlecht ablesbar ist. Sie eignet sich auch für einen Prozess mit starken Vibrationen.

Das Prinzip bleibt gleich
Unabhängig von der Applikation bleibt das Prinzip eines Druckmittlersystems gleich: Der Prozessdruck wird von einer elastischen Membran aus Edelstahl, Kunststoff oder Sonderwerkstoffen im Druckmittler aufgenommen und hydraulisch an das mechanische oder elektronische Messgerät weitergeleitet. Die jeweilige Übertragungsflüssigkeit, zum Beispiel Silikonöl, ist abhängig von jeweiligen Prozessbedingungen. Das gilt besonders für sensible Verfahren wie in der Lebensmittelindustrie oder in der Pharmaindustrie, wo eine Kontamination mit negativen Folgen ausgeschlossen werden muss. Umgekehrt verhindern Druckmittler, dass toxische Medien über Undichtigkeiten in einem Messgerät austreten können und Mensch und Umwelt schädigen. Wer höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen muss, dem stehen Druckmittler mit Doppelmembran und Membranbruch-Überwachung zur Verfügung.

Heftausgabe: Mai 2015
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Tobias Hench, Produktmanager für Druckmittlersysteme Wika

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Tobias Hench, Produktmanager für Druckmittlersysteme Wika
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