Korrekte Auswahl von Kennzeichnungslösungen

Die Gretchenfragen der Kennzeichnung

15.11.2017 Ob Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung, für den Versand oder um den Verbraucher zu informieren – es gibt viele Gründe, warum Unternehmen Kartons kennzeichnen. Die richtige Technologie kann hier zum Wettbewerbsvorteil werden.

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Wer die optimale Kennzeichnungstechnik für den jeweiligen Anwendungsfall anwendet, kann bares Geld sparen. (Bild: Bernard BAILLY – Fotolia)

Chargennummern, Logistikdaten oder Produktinformationen – oft bringen Unternehmen aller Branchen solche Informationen mit einem Etikett auf ihre Kartons auf. Dabei ist ein Etikett nicht immer zwingend die beste Lösung. In vielen Fällen ist das direkte Bedrucken mit einem Tintenstrahldrucker wesentlich wirtschaftlicher.

Eine Handvoll Faktoren entscheidet

Ob und für welche Anwendungen ein Tintenstrahldrucker in Frage kommt, hängt dabei von bestimmten Voraussetzungen ab. Betreiber, die nach der für sie geeigneten Kennzeichnungstechnik suchen, sollten sich daher zu Beginn ganz grundsätzliche Gedanken machen:

  • Material: Ist die zu bedruckende Oberfläche saugfähig bzw. semi-saugfähig oder glatt? Zusätzlich entscheidend ist auch die Farbe, denn ob der Karton weiß oder braun ist, spielt bei der Lesbarkeit ebenfalls eine Rolle. In manchen Unternehmen wechseln die Verpackungsmaterialien. Auch dies muss berücksichtigt werden.
  • Umgebung: Welches Kennzeichnungssystem in Frage kommt, hängt auch von den Umgebungsbedingungen ab. Ist das Umfeld staubig, handelt es sich um nassgereinigte Produktionsbereiche? Wie ist die Temperatur vor Ort? Ist es extrem heiß? Oder herrschen Minusgrade? All das muss berücksichtigt werden.
  • Inhalt und Umfang der Drucke: Die zu druckende Zeichenzahl ist natürlich ebenfalls entscheidender Faktor, denn sie hat unmittelbaren Einfluss auf die Druckhöhe- und breite. Was soll also alles zu lesen sein? Chargennummer, Verfallsdatum, Barcode etc. In diesem Zusammenhang spielt es auch eine Rolle, ob zum Beispiel die Druckdaten häufig wechseln, weil viele unterschiedliche Chargen gekennzeichnet werden müssen.
  • Produktführung: Wie muss der Anwender das Produkt führen, um den Druck entsprechend an der gewünschten Stelle anzubringen? Erfolgt die Produktzuführung über ein Rollenband oder ein Gurtband? Auch das kann Auswirkungen auf die Kennzeichnung haben: Bei einem Rollenband wird das Produkt in der Regel nicht so ruhig geführt wie bei einem Gurtband, sodass es möglicherweise beim Direktdruck zu Unregelmäßigkeiten im Druckbild kommen kann. Bei Barcode-Drucken ist das ein Problem für die Lesbarkeit.
    Wichtig ist außerdem auch die Entfernung zwischen Kennzeichnungssystem und Produkt. Bei manchen Systemen muss das Produkt nah vorbeigeführt werden, andere können größere Distanzen überbrücken. Außerdem kann nicht jedes System ein Produkt von oben, der Seite und von unten kennzeichnen.  Unter Umständen  müssen Betreiber noch ein Modul installieren, das den Karton auf eine bestimmte Art ausrichtet.
  • Produktionsgeschwindigkeit: Speed is key – das gilt in vielen Betrieben auch für die Kennzeichnung. Denn wenn täglich mehrere hundert, wenn nicht tausende, Kartons das Werk verlassen sollen, darf der Drucker nicht zum Flaschenhals werden. Die verfügbaren Kennzeichnungssysteme haben unterschiedliche Druckgeschwindigkeiten – diese sollte zur gewünschten Produktionsgeschwindigkeit passen.
  • Kundenanforderungen: Die bisherigen Punkte waren im Grunde eine Analyse der vorliegenden Produktionslinie. Doch auch die Kunden,  im Nahrungsmittelbereich zum Beispiel die Handelsketten,  machen Vorgaben. Muss der Druck hochauflösend sein? Ist eine bestimmte Schriftgröße gewünscht? Wo soll der Druck angebracht werden, damit die Daten beim Kunden vor Ort optimal ausgelesen werden können?
  • Kosten: Natürlich darf auch die Kostenbetrachtung nicht fehlen. Anschaffungskosten und die Kosten für Betriebsmittel wie Tinte, Farbbänder und Etiketten müssen ebenfalls in die Überlegungen mit einbezogen werden. In diesem Zusammenhang spielt zum Beispiel auch die zu kennzeichnende Menge an Produkten eine Rolle.

Viele Möglichkeiten – welche passt für Sie?

Kennzeichnungstechnologien gibt es viele, und die passende Lösung für die eigene Produktion zu finden gestaltet sich nicht immer einfach. Betreiber sollten diese Aufgabe ernst nehmen, denn die optimale Kennzeichnungslösung kann sich im Produktionsalltag durchaus zum Wettbewerbsvorteil mausern.

Für alle Interessierten veranstaltet die Redaktion der Pharma+Food daher zusammen mit dem Kennzeichnungsspezialisten Bluhm am 30. November das kostenlose Seminar „Kartons beschriften: So sparen Sie bis zu 70% Kosten“, das Ihnen Antworten zu den oben aufgeführten Fragestellungen bietet – und im Anschluss natürlich auch die Möglichkeit, Ihre individuellen Fragestellungen an den Referenten Hannes Sahling, Experte für Direktbeschriftung bei Bluhm, zu adressieren.

Eine Möglichkeit zu kostenlosen Anmeldung finden Sie hier.

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