Hygienisch homogenisieren

Dispergierer für die Reinraum-Produktion

30.09.2013 Ob Infusionen, Salben, Impfstoffe, Augen und Nasentropfen, Tabletten oder andere Arzneimittel - sie alle bestehen aus Wirk- und Hilfsstoffen, die unter Reinraum-Bedingungen produziert werden.    

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Der Dispergierer eliminiert Agglomerationen und kann so die Aufnahme von Wirkstoffen verbessern (Bild: Kinematica)

Ein ungenügendes Durchmischen aller Komponenten in der Produktion kann sich später kontraproduktiv auf die Aufnahme der aktiven Wirkstoffe im Körper auswirken. Die Megatron Dispergierer MT-SV von Kinematica produzieren homogene Mischungen.

Die Dispergier-Technologie
Der Rotor-/Stator-Dispergierer vermischt und homogenisiert Stoffsysteme und bricht eventuell vorhandene Agglomerationen auf. Partikel werden, je nach Produkt, bis in den Nanobereich zerkleinert. Selbst das Erzeugen kleinster Tröpfchen für stabile Emulsion ist problemlos möglich. Wie auch das Verarbeiten von Feststoffpartikeln für Suspensionen und homogene Mischungen. Das Sortiment umfasst Durchsatzraten von 1.000 bis 25.000 l/h.

CIP, SIP und vollverkapselt
Der vertikal angeordnete Rotor/Stator (Dispergier-Generator) befindet sich in einer Arbeitskammer, die im totraumfreien zertifizierten „3A-Design“ ausgeführt ist. Um hohe Scherraten zu erreichen, kann der Hersteller bis zu drei Generatorenstufen in Serie (beispielsweise grob, mittel, ultrafein) integrieren. Bei Bedarf kann ein zusätzliches Stoffsystem, durch einen optionalen Injektor innerhalb der
Arbeitskammer, punktgenau vor dem Generator injizieren werden. In Kombination mit der feinen Oberflächenrauheit ermöglicht das Design das hygienische Reinigen mittels CIP / SIP aller produktberührenden Komponenten (beispielsweise Arbeitskammer, Rotor/Stator). Das Abdichten der Arbeitskammer gegenüber der Antriebsseite erfolgt über Gleitringdichtungen und produktkonforme Sperrflüssigkeiten, die durch einen angebauten Sperrdruckbehälter gespeist wird. Das Sterilisieren des Gleitring- und Sperrdrucksystems erfolgt durch Dampfsterilisation (SIP). Den Sperrdruckbehälter sowie das Gleitringsystem kann der Betreiber mittels Dampfkondensation nach erfolgtem sterilisieren, hochsteril mit Wasserkondensat für den nachfolgenden Betrieb auffüllen. Der getriebelose Direktantrieb erfolgt durch einen wassergekühlten vollverkapselten Hochfrequenz-Drehstrommotor. Dieser versiegelte Motor ermöglicht einen partikelfreien Betrieb im Reinraum. Die kundenspezifische Steuerung der Maschine kann der Anwender problemlos in seine Produktion integrieren; die Lieferung erfolgt mit den in der Pharmazie gewünschten Zertifikaten und Protokollen. Ausführungen für Reinraum-Dekontamination stehen auf Kundenanfrage bereit.

Ilmac, Halle 1.1 – C 96

 

Heftausgabe: September 2013
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Über den Autor

Philip Bittermann
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