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Dresdner Verpackungstagung: Fortschritte bei Lebensmittelsicherheit, Engineering, Kleben & Siegeln

13.12.2011 Unter dem Motto „Erwartungen kennen. Lösungen bieten.“ trafen sich am 01. und 02. Dezember rund 160 Ingenieure, Techniker, Kaufleute, Wissenschaftler und Studenten zur 21. Dresdner Verpackungstagung. Drei Themen standen dieses Jahr im Mittelpunkt der Fachtagung: Migration und Lebensmittelsicherheit, Innovationen im Bereich Verpackungsmaschinen und der konstruktive Dialog zwischen Verbrauchern, Packmittelherstellern und Markenartiklern.

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Dresdner Verpackungstagung: Fortschritte bei Lebensmittelsicherheit, Engineering, Kleben & Siegeln

Die Dresner Verpackungstagung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Erwartungen kennen. Lösungen bieten.“ (Bild: Deutsches Verpackungsinstitut)

Thomas Maag und Hans Michael Krause vom diesjährigen Tagungssponsor Bosch Rexroth starteten ihren Themenblock am ersten Verpackungstag mit einer Zeitreise durch die Automatisierungskonzepte der Nachkriegszeit. Sie zeigten eine wachsende Warenvielfalt, die zu steigenden Ansprüchen an die Verpackungsmaschinen führt und nur über Software beherrschbar bleibt.
Ronald Buerger von Nordson Deutschland gab im Anschluss eine mit Zahlen unterlegten Prognosen zu steigenden Energie- und noch stärker steigenden Roh- bzw. Klebstoffpreisen. Eine weitere innovative Technik präsentierte Harald Braun von Rovema mit „Premiumseal“. Braun wies darauf hin, dass die Anforderungen an Packungs-Verschlüsse im gleichen Maße ansteigen, wie die Anforderungsprofile an Packungen im Allgemeinen, sei es durch Verbrauchererwartung, Kostendruck oder gesetzlichen Bestimmungen.

Der zweite Verpackungstag sah die Fortführung des bereits im Vorjahr behandelten Themenkomplexes „Migration – Lebensmittelsicherheit durch Verpackung“ vor. Diesmal wendete sich die Verpackungstagung dem Material Papier/Pappe zu, das wenig reguliert und erforscht ist. Der Themenblock wurde moderiert von Dr. Johannes Bergmaier, Leiter Life Science des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik (ovi).
Dr. Rainer Brandsch von MDCTec Systems und Gyula Madai von Mondi Korneuburg zeigten in ihrem Vortrag anhand verschiedener Materialien und Produkte die konkrete Umsetzung des Compliance Management im Unternehmen mit Hilfe von ComplianceBASE.
Dr. Markus Kleebauer von der Papiertechnischen Stiftung (PTS) legte im Anschluss die Anforderungen der Empfehlung XXXVI an altpapierstoffhaltige Lebensmittelverpackungspapiere dar und beleuchtete drei mögliche Lösungsansätze für die Mineralölproblematik.
Thomas Pfeiffer von den Wirtschaftsverbänden Papierverarbeitung (WPV) stellte die Initiative Sauberes Papier-Recycling vor. Er benannte Quellen für Mineralöle und diskutierte den aktuellen Entwurf des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Einen Abschluss des Themenblocks Migration lieferte Heiko Diehl vom zweiten Sponsor der Verpackungstagung, BASF SE. Diehl stellte eine Erweiterung des Begriffes der Schutzfunktion vor und zeigte neue Wege auf der Suche nach praktikablen Lösungen.
Angesichts der Komplexität des Themas Migration waren sich alle Referenten in zwei zentralen Punkten einig: Zum einen stehe die Industrie in der Selbstverantwortung, Lücken im rechtlichen Regelwerk durch eigene Regeln zu füllen. Zum anderen könne nicht überschätzt werden, wie wichtig und unabdingbar die Kommunikation und Zusammenarbeit aller Agenten der Wertschöpfungskette ist.

Neben den Fachvorträgen bot die Dresdner Verpackungstagung auf einer Abendveranstaltung im Italienischen Dörfchen am Ufer der Elbe viel Zeit und Raum für neue und alte Kontakte unter Experten und Projektverantwortlichen. Studenten der Hochschulen in Leipzig, Stuttgart und Berlin konnten die Verpackungstagung wie immer kostenfrei besuchen, um erste Kontakte zu knüpfen und wichtige Impulse aufzunehmen.

Die nächste Dresdner Verpackungstagung findet am 6. und 7. Dezember 2012 statt.

 

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