Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid Food Industrie

Drinktec: VDMA setzt auf Wassermanagement und Industrie 4.0

09.06.2017 Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, ideell-fachlicher Träger der Drinktec, hat sein Rahmenprogramm für die Messe vorgestellt. Schwerpunkte sind Wassermanagement und Industrie 4.0.

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Hand taking picture of beer glass through digital tablet

Auch auf der Drinktec dreht sich (fast) alles um Industrie 4.0 und Digitalisierung. (Bild: vectorfusionart – Fotolia)

Das Water-technology@drinktec Symposium trägt laut Verband der steigenden Bedeutung von Wassertechnik und Wassermanagement für eine nachhaltigen Getränkeproduktion Rechnung – ein Thema, das auf der Drinktec stark in den Fokus rückt. Das Symposium bietet an den ersten vier Messetagen über 30 Praxisvorträge rund um das Thema Wasser. Aussteller, Vertreter aus produzierenden Betrieben und Experten aus Wissenschaft und Forschung kommen hier zu Wort. Mit dem Symposium bietet der VDMA den Energiemanagern und Nachhaltigkeitsbeauftragten aus Getränke- und Lebensmittelunternehmen ein fokussiertes Expertenprogramm, und auch allen anderen interessierten Besuchern eine zentrale Anlaufstelle rund um das Thema Wassermanagement.

Reinigung 4.0 – Mit künstlicher Intelligenz ressourceneffizient reinigen

Auch bei Industrie 4.0 Projekten geht es um Ressourceneffizienz. Das Forschungsprojekt Tankreinigung 4.0 zielt dabei auf die Entwicklung eines selbstlernenden Automatisierungssystems für eine ressourceneffiziente Reinigung. Der zu optimierende Prozess wird am Beispiel eines Tanks entwickelt, für den bei der CIP-Reinigung motorisch angetriebene Zielstrahlreiniger zum Einsatz kommen. Basierend auf Messdaten soll sich dieses System kontinuierlich verbessern. Wie dies gelingen kann und welche Rolle künstliche Intelligenz dabei spielt, wird vom Forschungsteam, das sich aus Wissenschaftlern des Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) Dresden sowie der Universität Erlangen-Nürnberg zusammensetzt, auf der Drinktec gezeigt.

Ressourceneffizient, flexibel und mobil – das ist die ebenfalls vom Fraunhofer IVV entwickelte Konzeptstudie eines mobilen, selbstlernenden Reinigungsgerätes (Mobile Cleaning Device – MCD), das auf dem Förderband einer Anlage aufgesetzt werden oder aber auch als selbstfahrende Lösung ausgelegt werden kann. Dreh- und Angelpunkt sind auch hier Sensoren, die den Verschmutzungsgrad erkennen. Das selbstlernende System reinigt bedarfsgerecht und optimiert sich selbst von Reinigung zu Reinigung. Das Fraunhofer IVV Dresden präsentiert beide Reinigungssysteme mit Exponaten auf dem VDMA Stand.

Robofill 4.0 – Individualisierung bis Losgröße 1

Ein weiterer Trend im Themenfeld Industrie 4.0 ist die Individualisierung. Beim Forschungsprojekt Robofill 4.0 geht es um ein robotergestütztes Abfüllkonzept für die individualisierte Getränkebereitstellung. Ziel ist ein für die Abfüll- und Getränketechnik neuartiges, flexibles und einfach um weitere Produktionsmodule erweiterbares Automatisierungskonzept zur industriellen Bereitstellung von kundenindividuellen Getränkeflaschen beziehungsweise -gebinden zu entwickeln. Im Fokus stehen Kleinstchargen bis zu Unikaten. Alle Anlagenkomponenten sollen als Cyber-Physische-Systemkomponenten gestaltet werden, die mittels Netzwerk- und Cloudtechnologien kontinuierlich untereinander und mit überlagerten Systemen kommunizieren. Am Ende soll dieses Projekt zeigen, wie sich ein herzustellendes Produkt sozusagen selbständig und intelligent durch den Abfüllvorgang steuert. Das von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderte Projekt, an dem mehrere Industriepartner beteiligt sind, läuft noch bis Ende 2018. Die Projektpartner TU München Weihenstephan und Fraunhofer IGCV zeigen anhand eines speziell zur Drinktec entwickelten Exponats, wie das System arbeitet.

Maschinen- und Anlagenentwicklung 4.0

Um Maschinen- und Anlagenentwicklung 4.0 geht es bei dem jungen Unternehmen R3DT, ein Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie. Mit einer speziellen Software ist es möglich, Maschinen- und Systemlösungen virtuell zu entwickeln, zu optimieren und zu erleben – in Echtzeit und 3D. Ausgerüstet mit einer VR-Brille können Messebesucher die Verknüpfung von realer und virtueller Welt selbst erleben.

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