Big-bag-Befüllsysteme: Details bestimmen Ergonomie und Wirtschaftlichkeit

durchdachte lösung

24.03.2006 Befüll- und Entleersysteme für FIBC oder auch Big-bags genannt, gibt es auf dem Markt wie Sand am Meer. Die erhältlichen Systeme reichen von Low-cost- bis zur High-end-Lösung. Worin jedoch liegen die Unterschiede?

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Nahezu alle Schüttgüter lassen sich in Big-bags, auch FIBC genannt, lagern, transportieren und wieder austragen. Der Qualitätsstandard eines Big-bag-Befüllsystems zeichnet sich durch die Bedienerfreundlichkeit, die Staubfreiheit, die sanitäre Ausführung und die Betriebssicherheit aus. Direkt damit verbunden ist auch der Entwicklungs- und Fertigungsaufwand, der sich in den Investitionskosten niederschlägt.

Bedienerfreundlichkeit undStaubfreiheit Hand in Hand

Die Ergonomie eines Systems wird maßgeblich durch Optionen bestimmt, die den Arbeitseinsatz erleichtern bzw. den Arbeitsaufwand verringern. Prinzipiell reichen vier Haken an der Decke und ein Füllrohr, um Big-bags zu befüllen. Der Anlagenbetreiber wird – außer über den geringen Investitionsaufwand – allerdings wenig Freude an der Anlage haben. Modulare Big-bag-Befüllanlagen ermöglichen es, sich den unterschiedlichsten Anforderungen anzupassen. Die Big-bag-Befüllstation DEA ist in der Grundausstattung mit einer elektrischen Höhenverstellung für die Big-bag-Aufhängung und einem Andocksystem ausgerüstet, um sich an verschiedene Big-bag-Größen anpassen zu können. Diese Hebevorrichtung ist für Lasten bis 1500kg ausgelegt, so dass sowohl eine stehende als auch hängende Befüllung möglich ist. Ein Positioniersystem fährt den Ausleger, an dem die Haken für die Big-bag-Schlaufen montiert sind, vollautomatisch in die richtige Höhe.

Der Anschluss an den Big-bag-Füllmund erfolgt über eine Blähmanschette am Andocksystem, die in Kombination mit einem Aspirationssystem ein staubfreies Befüllen gewährleistet. Das Aushängen der gefüllten Big-bags wird per Knopfdruckvorgenommen. Hierbei werden die Haken für die Big-bag-Schlaufen automatisch geöffnet und die Blähmanschette am Andocksystem entlüftet. Optional können die Big-bags hiernach vollautomatisch per Rollenbahn abtransportiert werden.
Darüber hinaus kann die Befüllstation mit einer Vibrationsvorrichtung ausgerüstet werden, die den gesamten Big-bag in Schwingung versetzt. Hierdurch wird das Produkt im Innern verdichtet und die Eigenstandfestigkeit der Big-bags wesentlich erhöht. Gleichzeitig wird ein höheres Füllgewicht bei gleichem Volumen erzielt, wodurch die Transportkosten gesenkt werden.
Die integrierte eichfähige Waage ermöglicht ein genaues Erfassen des Netto-Füllgewichtes. Dieses kann optional zusammen mit den Auftragsdaten wie Produktname, Chargennummer, Abfüll- oder Haltbarkeitsdatum und Auftragsnummer auf ein Label gedruckt werden, das am Big-bag befestigt wird.

Komplett hygienisch ausgeführt

Eine wichtige Neuerung bei der Big-bag-Befüllstation ist die Steuerung. Die Bedienung erfolgt menügeführt über einen graphischen Touchscreen. Die Kombination aus der Steuerung Siemens S7 mit Siwarex-FTA-Waage gewährleistet in den meisten Fällen Konformität mit eventuellen Werksnormen.

Heftausgabe: März-April 2006
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Über den Autor

Marc Derix , Verkaufsleiter, Derichs
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