Kontrollierte Fertigungsbereiche mit Spezialtoren für Reinräume abschließen

Durchdringen nicht möglich

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17.03.2010 In den Reinräumen der Pharmaindustrie gefährden bereits schon Mikrostaubpartikel die Reinheit der Produkte: Fehler, die sich Unternehmen in der pharmazeutischen Produktion oder der Biotechnologie nicht leisten können. Hier sind unter anderem Reinraum-Spezialtore gefragt.

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Entscheider-Facts Für Anwender


  • Neuralgischer Punkt von Reinräumen sind die Schleusen für Personen und Material.
  • Die Tore vom Typ EFA-SRT CR entsprechen allen gängigen Anforderungen an Ausrüstungskomponenten für Reinräume.
  • Die leistungsfähigen und luftdichten Schnelllauf-Rolltore haben eine glatte Oberflächenstruktur und keine überstehenden Kanten. So können sich auf den Oberflächen keine Schmutzpartikel absetzen.
  • Die Rolltore bieten im Vergleich zu Türen wesentlich mehr Bewegungsspielraum zum Arbeiten.

Reine Räume und einwandfrei gefilterte Luft stellen bei Biotechnologie-Unternehmen eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die GMP-gerechte Herstellung von Medikamenten dar. Neuralgischer Punkt der kontrollierten Bereiche sind die Schleusen für Personen und Material. Grund genug für das Unternehmen Bachem, sich für Reinraum-Spezialtore zu entscheiden, denn die erreichen eine extrem hohe Dichtigkeit.

Luftdruck im Reinraum muss konstant bleiben

Als Unternehmen auf dem Gebiet der Biotechnologie ist Bachem weltweit einer der größten unabhängigen Produzenten von Peptiden. Nach der Unternehmensgründung im Jahre 1971 stellte Bachem vor 30 Jahren mit acht Mitarbeitern zum ersten Mal Peptide für Medikamente unter cGMP-Bedingungen her. Inzwischen ist Bachem nach eigener Angabe Weltmarktführer und seit 1998 als Aktiengesellschaft an der Schweizer Börse notiert. An mittlerweile sechs Produktionsstätten in den USA und der Schweiz sind mittlerweile insgesamt 650 Mitarbeitende tätig. Der Gesamtumsatz aller Betriebe belief sich 2007 auf 198,3Mio. Schweizer Franken.

„Bereits kleinste Verunreinigungen in der Raumluft können zu teuren Verlusten in der Produktion der Pharmaindustrie führen“, erklärt Daniel Brechbühl. Er ist der Gruppenleiter des Supportteams bei Bachem. Das Anforderungsprofil an die Qualität von Reinräumen und Reinraumkomponenten erhöhten sich aus diesem Grund ständig.
„In unseren Reinräumen und den Schleusen davor muss immer ein konstanter Raumdruck herrschen. Innerhalb von 15 Minuten darf der Druckverlust nicht größer als 1 Millibar pro Minute sein“, erläutert Brechbühl. „Wäre das nicht der Fall, würden beim Öffnen der Tore jedes Mal große Mengen von mikrofeinen Schmutzpartikeln in den Reinraum eindringen.“ Die Filterbelastung würde sich dadurch beträchtlich erhöhen und damit der finanzielle Aufwand für die störungsfreie Umsetzung modernster Produktionsverfahren.
Um dies zu verhindern, müssen die Tore zu den kontrollierten Fertigungszonen und ihren Schleusen absolut dicht sein. Die Schnelllauf-Rolltore für den Reinraumbereich erreichen aufgrund ihrer geschlossenen Behangführung sehr hohe Werte in der Dichtigkeit. Druckgradienten im Bereich um 15Pa bewirken einen Luftverlust von weniger als 10m³/h bei einer Torgröße von 1400mm x 2000mm.

Glatte Oberfläche verhindertdas Absetzen von Schmutzpartikeln

Die Tore vom Typ EFA-SRT CR entsprechen allen gängigen Anforderungen an Ausrüstungskomponenten für Reinräume. Als Gruppenleiter des Support-Teams legt Daniel Brechbühl größten Wert auf das tadellose Funktionieren der Tore. „Hier muss alles sauber sein und störungsfrei laufen“, sagt er. Die leistungsfähigen und luftdichten Schnelllauf-Rolltore verfügen über eine glatte Oberflächenstruktur und haben keine überstehenden Kanten. Auf diese Weise können sich auf den Oberflächen keine Schmutzpartikel absetzen. Die Zargen- und Behangverkleidungen sind in montage- und wartungsfreundlicher Clip-Technik ausgeführt. Optik, Haptik und Technik profitieren von dem weitgehenden Verzicht auf herkömmliche Schraubverbindungen.

Durch schnelles Öffnen und Schließen wird der Luftverlust in Schleusen und Reinräumen erheblich reduziert. In der Praxis haben sich für das Tor Öffnungsgeschwindigkeiten um 1m/s und Schließgeschwindigkeiten von etwa 0,5m/s bestens bewährt.
Bevor die Schnelllauf-Rolltore eingebaut wurden, gab es in den Reinraumschleusen nur Türen. Das war oftmals sehr eng, besonders dann, wenn Material in die Reinräume gebracht wurde. „Seit wir die neuen Tore haben, besteht genug Bewegungsspielraum zum Arbeiten“, so Brechbühl. Die Größe der Tore ermöglicht es problemlos, jetzt auch großes Material in die Schleusen und später in die Reinräume zu transportieren.

Die Gesundheit der Mitarbeiter und eine moderne effiziente Ausrüstung der Produktionsräume sind wichtig für eine nachhaltige Entwicklung der Firma. Zehn der schnellen Spezialtore für Reinräume hat Bachem inzwischen in kontrollierte Fertigungsbereiche eingebaut. „Diese Tore sind für uns unverzichtbar“, sagt Daniel Brechbühl. „Wir würden sie jederzeit weiter empfehlen.“

„Durch die glatte Struktur können sich auf den Oberflächen der Tore keine Schmutzpartikel absetzen“
Daniel Brechbühl, Gruppenleiter des Support-Teams bei Bachem

Heftausgabe: März 2010
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Ariane Müller ,freie Fachjournalistin

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Ariane Müller ,freie Fachjournalistin
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