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Edelmann-Gruppe steigert den Umsatz auf 230 Millionen Euro

28.03.2012 Durch den Zukauf zweier neuer Standorte und den Ausbau des bestehenden Geschäfts hat die Edelmann-Gruppe, Heidenheim, im Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzwachstum von 22 % auf 230 Mio. € erzielt. Der Hersteller von Verpackungs- und Systemlösungen aus Karton und Papier wuchs vor allem mit Aufträgen aus dem Ausland.

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Edelmann-Gruppe steigert den Umsatz auf 230 Millionen Euro

Mit Systemlösungen für Verpackungen – so wie hier für das Antidepressivum „Jatrosom“ – konnte die Edelmann-Gruppe positive Effekte im Geschäftsjahr 2011 erzielen (Bild: Edelmann)

Die Zugewinne im Ausland wurden wesentlich mit der neuen Produktlinie Packungsbeilagen erzielt. Für das Jahr 2012 steht die Konsolidierung und Optimierung des Angebots im Fokus.

Der Erwerb des Leaflet-Spezialisten Lindauer Druckerei und des ungarischen Verpackungsherstellers Zalai Nyomda Anfang 2011 sorgte für eine neue Umsatzverteilung innerhalb der Edelmann Gruppe. Den Anteil des im Ausland erwirtschafteten Umsatzes mit Faltschachteln und Packungsbeilagen steigerte die Gruppe von 44 auf 48 %. Bei der Branchenverteilung machen Health-Care-Projekte weiterhin 60 % und das Beauty-Care-Segment 40 % aus. Der Umsatzanteil der Packungsbeilagen an den Health- und Beauty-Care-Aufträgen beträgt 10 %. Insgesamt produzierten die 1.900 Mitarbeiter der Gruppe 5 Mrd. Faltschachteln und Packungsbeilagen; 2010 waren es 4,2 Mrd. gewesen.

Die Branche des Faltschachteldrucks ist weiterhin geprägt von Überkapazitäten und einer zunehmenden Konzentration. Dem wachsenden Wettbewerbsdruck stehen steigende Anforderungen der Abnehmer hinsichtlich Systemlösungen, kleineren Losgrößen, kürzeren Lieferzeiten oder Prozessdienstleistungen wie beispielsweise Vendor Managed Inventory gegenüber. „Wir werden daher unsere neu gewonnenen Synergien weiter ausbauen und Angebote entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse der Health-Care- und Beauty-Care-Kunden abgestimmt sind“, so Edelmann-Geschäftsführer Dierk Schröder.

Dazu will das Unternehmen Fertigungsprozesse wie auch den Einsatz von Materialien sinnvoll standardisieren. Der Bereich „Forschung und Entwicklung“ soll breiter aufgestellt werden, um im engen Zusammenspiel mit Kunden System-, Veredelungs- oder Konstruktionskonzepte schneller zur Realisierung zu bringen.

(dw)

 

 

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