Die Produktion mit CIP/SIP-Komponenten vereinfachen

Eine saubere Investition

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06.10.2016 Auch wenn Industrie 4.0 es auf die Spitze treibt: Der Automatisierungsgrad pharmazeutischer Abfüll- und Verpackungsanlagen hat sich bereits in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich erhöht.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Ein CIP/SIP-System ist eine komplexe Applikation und erfordert daher einen erhöhten Planungs- und Investitionsbedarf für den Betreiber.
  • Durch die zahlreichen Vorteile, die eine solche Installation ermöglicht – etwa weniger Kontaminationsrisiken oder bessere Produktionsplanung – zahlt sich der Mehraufwand für Betreiber aber schnell aus.
  • Wichtig ist es dabei einen Partner zu haben, der den Betreiber vom Lastenheft bis zur Inbetriebnahme der Anlage begleitet.
Eine saubere Investition

Automatisierte Reinigungssysteme sind anfangs aufwendig – sparen dann aber Zeit und Geld.

So ist das Bedienpersonal in modernen Hochleistungsanlagen heute hauptsächlich für das Überwachen der Prozesse zuständig – Arbeitsschritte wie die Qualitätskontrolle oder das Beschicken der Anlage übernimmt zumeist die Technik. Das betrifft auch so sensible und arbeitsintensive Bereiche wie das Reinigen und Sterilisieren der Anlage. Dabei ermöglichen CIP- und SIP-Komponenten, dass die Anlage nach kürzester Zeit wieder produktionsbereit ist. Solche Systeme kommen bereits seit gut 50 Jahren in Branchen mit besonders kritischen Hygieneanforderungen – neben der Pharmazie ist das vor allem die  Lebensmittel- und Getränkeindustrie – zum Einsatz. Das Grundprinzip hat sich seitdem nicht geändert: Mithilfe von Wasser, Hitze oder Reinigungsmitteln werden alle Maschinenteile, die mit dem Abfüllgut in Berührung kommen, gereinigt und sterilisiert. Und das, ohne dass Anwender Teile aus der Maschine aus- und wieder einbauen müssen. Im Gegensatz zu den Anfängen sind diese Systeme heute technisch ausgefeilt und ermöglichen eine große Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten. So sind sie für so gut wie jedes Dosiersystem erhältlich; seien das nun Zeit-Druck-Verfahren, Peristaltikpumpen, Drehkolbenpumpen oder Einrichtungen zur Pulverdosierung. „In der Zwischenzeit können wir auch im Bereich Pulverabfüllung mit Schneckendosierern CIP/SIP-Lösungen anbieten“, erklärt Andreas Bürckert, beim Spezialmaschinenbauer Bausch+Ströbel Experte für CIP/SIP-Systeme. Und auch zahlreiche weitere Maschinenkomponenten wie etwa Begasungseinrichtungen sind heute CIP/SIP-fähig.

Jedem Anwendungsfall seine Lösung

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Die Wartungsfreundlichkeit ist mittlerweile wichtiger Aspekt bei der Entwicklung von CIP/SIP-Systemen.

Die technischen Möglichkeiten sind in diesem Bereich inzwischen so groß, dass so gut wie für jeden Anwendungsfall eine Lösung erhältlich ist. Diese Vielfalt bedeutet aber auch, dass Anbieter und Betreiber für die jeweils optimale Lösung in enger Abstimmung ein auf den Kunden speziell zugeschnittenes System planen und einrichten müssen. Bei Neuanlagen bietet es sich an, Füllmaschine und CIP/SIP-System als ein Projekt abzuwickeln. Je nachdem, wie komplex das Reinigungs-System ist, erfordert es einen mehr oder weniger intensiven Austausch zwischen Kunde und Planer – „aber ist das System einmal in Betrieb, bietet es eine Fülle von Vorteilen“, so Bürckert weiter. Ein validierbarer Reinigungs- und Sterilisationsprozess geht dann ohne großen Aufwand komplett automatisiert vonstatten. Außerdem ermöglicht das System eine gleichbleibende Reinigungsqualität und sterilisiert Produktwege ohne Handlingeingriffe. Da keine Montage und Demontage nötig sind und das Bedienpersonal in der Regel nicht in den Prozess eingreifen muss, sind Bedienungsfehler und Kontaminationsrisiken minimiert. Umgekehrt muss auch das Bedienpersonal nicht mehr mit den zum Teil hochwirksamen Abfüllprodukten oder den Reinigungsmitteln in Berührung kommen. Und da mittels CIP/SIP der Zeitablauf der Reinigung exakt zu definieren ist, erleichtern solche Systeme die Produktionsplanung der Unternehmen.

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Zwei parallel betriebene Dosiersysteme erhöhen die Flexibilität in der Produktion.
(Bilder: Bausch + Ströbel)

Intensive Abklärungsphase

Egal, ob es sich um eine gänzlich neue Abfüllanlage oder die Nachrüstung einer bereits bestehenden Maschine handelt: Zu Beginn jedes Projektes ist die Abklärungsphase sehr intensiv, in der Anbieter und Kunde im ersten Schritt gemeinsam ein Lastenheft erstellen. Hilfreich sind hier Standard-Schemata für verschiedene Abfüllsysteme, an denen sich der Kunde grundsätzlich orientieren kann. In dieser Phase ist es zudem wichtig, Schnittstellen genau zu definieren; vor allem, wenn es sich um die Integration eines CIP/SIP-Systems in eine bereits bestehende Anlage handelt. „Auf der Grundlage dieser Informationen erstellen wir ein kundenspezifisches CIP/SIP-Schema und darauf basierend ein Angebot“, so Bürckert. Ist dies abgeklärt, geht es in die Konstruktions- und Fertigungsphase.

Heftausgabe: Oktober 2016
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Über den Autor

Tanja Bullinger, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Bausch + Ströbel
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