Guter Über- und Durchblick

Einheitliches Engineering und breite Gerätepalette erleichtern die Umsetzung individueller Anlagenkonzepte

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12.08.2015 Das Dosieren, Mischen und Extrudieren ganz unterschiedlicher Stoffe erfordert individuelle Maschinen, die - in der Produktion wie in Forschung und Entwicklung - die speziellen Anforderungen an Materialschonung und Produktionsprozesse erfüllen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Beim Bedienen und Beoachten spielt die Größe der Anlage keine Rolle - entscheidend ist die Komplexität der Prozesse, die man im Blick und im Griff haben muss.
  • Die Simatic HMI Comfort Panels sind vor allem durch eine bessere Leistung bei der grafischen Darstellung gekennzeichnet - gerade bei der Anzeige variabler Werte und bei komplexeren Prozessabläufen.
  • Auch die Datenübernahme der HMI-Geräte macht es einfacher, die Anwender bei ihren jeweiligen Lösungen zu unterstützen. Bereits geprüfte Paneldaten werden einfach per SD-Karte auf ein anderes Gerät übertragen.

Mit einer integrierten Lösung für das maschinennahe Bedienen und Beobachten und einheitlichen Engineering-Tools realisiert ein kleines Unternehmen individuelle Lösungen mit wenig Aufwand und in wenigen Monaten.

In der der pharmazeutischen Industrie forschen Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt an hochpotenten Substanzen, die bereits in geringsten Mengen die erwünschten Effekte zeigen. Für die Produktion und das Handling von Medikamenten, die solche Substanzen enthalten, entstehen daraus ganz neue Anforderungen – etwa die, die Produktionsumgebung als sogenanntes High Containment auszulegen. „Entsprechende Reinräume sind jedoch relativ teuer und anspruchsvoll in der Steuerung und Überwachung“, so Mike Wipf, Leiter der Entwicklung und Konstruktion bei Three-Tec, „daher haben wir einen anderen Ansatz verfolgt: Wir haben eine komplette Produktionslinie inklusive Dosierung, Extrusion und Granulierung in einem High-Containment-System untergebracht. Dadurch verlagern wir die gekapselte Reinraumumgebung als kompakte Lösung direkt an die Maschine und reduzieren so die Kosten für die sichere Handhabung der teils toxischen Wirkstoffe.“ Das Ergebnis, das in Zusammenarbeit mit ART Reinraumtechnik entstand, stellte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr vor: ein Extruder mit nur 18 mm Schneckendurchmesser und einer Extrusionsleistung von bis zu 10 kg/h eines Produkts, der zum Schutz vor einer eventuellen Toxizität der Produkte komplett in einem Isolator untergebracht ist und so die Anforderungen an High-Containment-Systeme bis OEL/OEB Klasse 5 erfüllt. Über Handschuheingriffe kann der Operator direkt in den Prozess eingreifen, zum Beispiel um darin installierte Miniatur-Apparate zu reinigen oder zu zerlegen. Alle weiteren Systeme, wie Antriebe oder Wägeelektronik, sind außerhalb des Isolators installiert.

Heftausgabe: August 2015
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Marcel Roske, Marketing Manager Simatic HMI, Siemens

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Marcel Roske, Marketing Manager Simatic HMI, Siemens
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