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Einkäufer-Gehälter: Chemie-/Pharmabranche zahlt am besten

11.09.2012 Laut einer Gehaltsstudie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) in Frankfurt, ist die leistungsabhängige Entlohnung von Einkäufern „klar auf dem Vormarsch“. Diese drücke sich zunehmend in höheren Gehältern aus. Ein weiterer Trend: In der Chemie- und Pharmabranche werden zurzeit die höchsten Jahresgehälter gezahlt.

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Die höchsten Jahresgehälter für Einkäufer zahlt die Chemie- und Pharmabranche; es folgen Transport und Verkehr sowie die Finanzdienstleister (Bild: AKhodi-Fotolia)

Die Gehälter im Einkauf haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Das jährliche Brutto-Grundgehalt der befragten Einkäufer liegt bei durchschnittlich 72.853 Euro im Jahr. 2011 standen 72.192 Euro zu Buche.

Die höchsten Jahresgehälter zahlt die Chemie- und Pharmabranche; es folgen Transport und Verkehr sowie die Finanzdienstleister. Letztere lagen vor zwölf Monaten noch auf dem 1. Platz, mussten dann aber bei den Jahresbezügen einen deutlichen Rückgang von 17 % hinnehmen. Die Chemie- und Pharmaindustrie kam dagegen auf einen Zuwachs von 14 %. Am geringsten sind die Jahresbezüge mit durchschnittlich 50.000 Euro im öffentlichen Dienst.

Im Einkauf wird verstärkt erfolgsabhängig entlohnt. Das ist bei 60 % der befragten Einkäufer der Fall. Am häufigsten sind die Bonuszahlung (63 %), Gewinnbeteiligung (19 %), Prämien (15 %), Tantiemen (14 %) und Sonderzahlungen (6 %). 22 % der Befragten erhalten bis zu 5.000 Euro leistungsbezogene Vergütung. Der Durchschnittswert über alle Teilnehmer liegt bei 10.000 Euro im Jahr. Im Vergleich zu 2011 ist die Höhe der leistungsabhängigen Bezüge unverändert geblieben.

71 % der Befragten erhalten vermögenswirksame Leistungen und eine betriebliche Altersvorsorge von ihrem Arbeitgeber. 66 % haben Anspruch auf einen Firmenwagen.

Wie viel Einkäufer verdienen und wie sich die Einkommen in der Beschaffung entwickelt haben, untersucht der BME seit 2008 mit seiner jährlich erscheinenden Gehaltsstudie. Sie basiert auf einer Online-Umfrage, die bis Anfang September 2012 unter den BME-Mitgliedern durchgeführt wurde. Die vollständige Studie ist als PDF-Dokument für BME-Mitglieder zum Preis von 290 Euro zzgl. MwSt. (für Nicht-Mitglieder 390 Euro) erhältlich.

(dw)

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