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Endress+Hauser feiert 60. Geburtstag

04.02.2013 Der Hersteller von Mess- und Automatisierungstechnik, Endress+Hauser mit Hauptsitz im schweizerischen Reinach, zeigt sich zum 60. Jubiläum in bester Verfassung: Das Familienunternehmen hat die Schwelle von 10.000 Mitarbeitern überschritten. 2012 wurden weltweit rund 500 Stellen geschaffen.

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Ein weltumspannendes Firmennetz, hochwertige Produkte und ein gesundes familiäres Fundament: So ist das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. Hinter dem Erfolg steht die Kontinuität eines umsichtig geführten Familienunternehmens, das sich die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden auf die Fahnen geschrieben hat. „Erst dienen, dann verdienen“ lautet ein Leitspruch des Firmengründers Georg H. Endress (1924-2008), der bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat.

Das Unternehmen ist heute ein weltweit führender Anbieter der Mess- und Automatisierungstechnik. Die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit des Unternehmens, das sich vollständig im Besitz der Gründerfamilie befindet, sind in einer Charta festgeschrieben und sollen auch künftig gewahrt werden.

In den 60 Jahren ist aus dem Geräteverkäufer ein Komplettanbieter geworden, der Kunden darin unterstützt, ihre Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg verlässlich, effizient und umweltfreundlich zu betreiben. „Unsere Tugend ist die konsequente Hinwendung zum Markt“, sagt CEO Klaus Endress, der das Unternehmen in zweiter Generation führt. „Wir lernen von unseren Kunden und streben danach, ihnen nachhaltig überragenden Nutzen zu schaffen“.

Heute vertreiben mehr als 40 Sales Center und über 70 Vertreter rund um den Globus die Produkte, Dienstleistungen und Lösungen von Endress+Hauser; Produktionsstätten in zwölf Ländern sind um Fertigung und Entwicklung besorgt.

Kontinuität hat im Familienunternehmen einen hohen Stellenwert: So wurden im Jahr 2009 trotz der Finanz- und Schuldenkrise keine Mitarbeitenden entlassen – mit der Folge, dass man im Folgejahr, als die Wirtschaft wieder anzog, prompt einen neuen Umsatzrekord erzielte.

Im Jahr 2011 hat die Endress+Hauser-Gruppe mit einem Umsatz von 1,5 Mrd.Euro eine neue Bestmarke erreicht – trotz starkem Schweizer Franken und schwächerer Wirtschaft in Europa. „Obwohl der Markt derzeit außergewöhnlich volatil ist, war auch 2012 für uns ein sehr gutes Jahr“, sagt CEO Klaus Endress. „Wir vertrauen unseren Stärken und blicken zuversichtlich, aber auch wachsam nach vorne.“ Mit gezielten Zukäufen im Bereich der Biotechnologie, der Gasanalyse und des Energiemanagements hat das Unternehmen sein Angebot zuletzt sinnvoll abgerundet. Dank einem Eigenkapitalanteil von über 70 % ist das Unternehmen weitgehend unabhängig von Kreditgebern und bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet.

Endress+Hauser von 1953 bis heute
Begonnen hat alles klein und unscheinbar: In einem Hinterhof in Lörrach gründeten der Schweizer Ingenieur Georg H. Endress und der Deutschen Bankier Ludwig Hauser am 1. Februar 1953 die Firma. Zwei Jahre später wurde das erste Füllstandmessgerät patentiert, und schon bald machten sich die neuartigen Messgeräte einen Namen in der Industrie: Bereits im Jahr 1957 überschritt der Umsatz die Grenze von einer Million D-Mark.

In den folgenden Jahrzehnten wurde das Arbeitsgebiet auf Durchfluss, Druck, Analyse und Temperatur ausgeweitet, wobei für die Entwicklung und Herstellung neue Produktionsstätten gegründet oder erworben wurden. Mit einer wachsenden Zahl von Vertriebspartnern eroberte Endress+Hauser Schritt für Schritt den europäischen, bereits ab 1970 auch den asiatischen und amerikanischen Markt. Nach dem Tod von Ludwig Hauser wurde die Familie Endress 1975 alleiniger Gesellschafter. Das Unternehmen zählte zu diesem Zeitpunkt rund 1.000 Mitarbeitende. 15 Jahre später waren es bereits 4.000 Mitarbeitende, die einen Umsatz von 500 Mio. Schweizer Franken erzielten.

Beim Aufkommen der digitalen Übertragungstechnik beteiligte sich Endress+Hauser um 1990 aktiv an verschiedenen Feldbus-Initiativen. Anfang 1995 legte der Firmengründer das Unternehmen in die Hände seines zweitältesten Sohnes Klaus Endress, der es bis heute führt. Auf die Herausforderungen der Globalisierung reagierte dieser mit dem Ausbau des internationalen Produktions- und Vertriebsnetzes, während das Angebot kontinuierlich auf Dienstleistungen (Projektplanung, Wartung, Kalibrierung) und umfassende Automatisierungslösungen (Überwachung, Steuerung, Systemintegration) ausgeweitet wurde – und immer noch wird.

(dw)

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