Markt

Endress+Hauser schließt Geschäftsjahr 2014 positiv ab

06.05.2015 Der Messtechnik-Hersteller Endress+Hauser konnte seinen Umsatz sowie den Gewinn im Geschäftsjahr 2014 steigern. Insgesamt habe sich die Firmengruppe trotz schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gut am Markt behaupten können, erklärte der Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz Anfang Mai 2015 in Basel. Die Aussichten für 2015 seien jedoch von Währungsverschiebungen getrübt.

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CEO Matthias Altendorf ist erfreut über die Umsatzsteigerung, vor allem außerhalb Europas (Bild: Endress+Hauser)

Das Messtechnik-Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 11 % auf rund 2 Mrd. Euro und erzielte nach Steuern ein Ergebnis von 192 Mio. Euro. Innerhalb von acht Jahren habe man den Umsatz verdoppeln können, erklärte CEO Matthias Altendorf. Vor allem global habe die Gruppe sich gesteigert: „Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb von Europa generiert.“ Das sei vor allem auf die Gründung eigener Vertriebsgesellschaften zurückzuführen, bestätigte COO Michael Ziesemer. In Amerika stieg der Umsatz um 17,7 %, aber Deutschland sei nach wie vor der umsatzstärkste Markt.

Erstmals flossen die Zahlen vom Laboranalyse-Unternehmen Analytik Jena, an dem die Gruppe mittlerweile über 92 % der Anteile hält, in den gesamten Bericht mit ein. Das habe zwar den Umsatz ausgeweitet, aber die Ergebnisseite belastet, erklärte Chief Financial Officer Luc Schultheiss. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich um 3,2 % auf 268 Mio. Euro – aufgrund von Verlustrückstellungen bei Analytik Jena für ein Projekt in Russland aufgrund der Rubelschwäche. Günstige Währungseffekte und einträgliche Finanzlagen beeinflussten das Finanzergebnis positiv: Das Ergebnis vor Steuern stieg um 1,7 % auf 274 Mio. Euro.

Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 126 Mio. Euro in den Ausbau seiner Geschäftsfelder investiert – und damit unter anderem die Durchflussmessgeräte-Produktion in Reinach in der Schweiz ausgebaut. Außerdem standen Akquisen und Neugründungen auf dem Plan: Analytik Jena hat für die Sparte Elementspurenanalyse den Bereich der Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma vom US-Unternehmen Bruker erworben. Neu gegründet hat die Gruppe das Unternehmen Truedyne Sensors, das sich auf das Geschäft mit Mikrosystemtechnik-Durchfluss-Sensoren konzentriert. Der Schweizer Sensorhersteller IST, seit 2005 Teil der Gruppe, hat außerdem die auf Biosensorik spezialisierte Firma Jobst Technologies aus Freiburg übernommen.

Die Entwicklung für 2015 sei schwierig, so der Vorstand. Nachdem der Einfluss der Wechselkurse im Jahr 2014 gering gewesen sei, könne man die Folgen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank nur schwer abschätzen. Ein hoher Teil der Wertschöpfung sei laut Schultheiss zwar unabhängig vom Schweizer Franken, aber der Gewinn könne durch die Belastung der schweizerischen Gruppenfirmen niedriger ausfallen. Ziel ist es dennoch, den Umsatz um knapp 10 % auf 2,2 Mrd. Euro zu steigern. Das Unternehmen will 179 Mio. Euro investieren. Bisher sei man nach einem verhaltenen Start, vor allem in Deutschland, USA und China, noch ein gutes Stück entfernt von den Zielen.

(su)

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